Kiew, Putin

Kiew widerspricht Putin: KĂ€mpfe im Raum Kursk gehen weiter

26.04.2025 - 15:40:34

Kremlchef Putin erklĂ€rt in Moskau den «Sieg» der russischen Truppen gegen die ukrainischen Eindringlinge im Gebiet Kursk. Die MilitĂ€rfĂŒhrung in Kiew wirft ihm Wunschdenken vor.

Der ukrainische Generalstab hat die von Russland erklĂ€rte RĂŒckeroberung des grenznahen Gebiets Kursk als einen «Propaganda-Schachzug» von Kremlchef Wladimir Putin zurĂŒckgewiesen. Die KĂ€mpfe gingen nicht nur in einigen Teilen des Gebiets Kursk weiter, sondern auch im benachbarten russischen Gebiet Belgorod, teilte der Generalstab in Kiew bei Facebook mit. 

Zuvor hatten Putin und Generalstabschef Waleri Gerassimow erklÀrt, die Region Kursk sei komplett frei von den ukrainischen StreitkrÀften.

Russland verbreite «Wunschdenken», hieß es in der Mitteilung der MilitĂ€rfĂŒhrung in Kiew weiter. Es seien mehrere Angriffe von russischer Seite abgewehrt worden. Zugleich rĂ€umte der Generalstab ein, dass die Lage kompliziert sei. «Die operative Situation ist schwierig, aber unsere Einheiten halten weiterhin bestimmte Stellungen und fĂŒhren die ihnen zugewiesenen Aufgaben aus, wobei sie dem Feind mit allen Arten von Waffen eine wirksame Feuerniederlage zufĂŒgen und dabei unter anderem aktive Verteidigungstaktiken anwenden», hieß es in der Mitteilung weiter.

Dagegen erneuerte das russische Verteidigungsministerium am Nachmittag seine Darstellung, die letzten ukrainischen Truppen seien auf das benachbarte Staatsgebiet zurĂŒckgedrĂ€ngt worden. 

Die Angaben der beiden Kriegsparteien sind von unabhĂ€ngiger Seite nicht ĂŒberprĂŒfbar. Die ukrainischen Truppen waren Anfang August in das Gebiet Kursk eingefallen - als Teil des Abwehrkampfes gegen den russischen Angriffskrieg.

@ dpa.de