Ukraine, Russland

Selenskyj ĂŒber Treffen mit Putin: Er kann nach Kiew kommen

06.09.2025 - 09:24:12

Kremlchef Putin sieht wenig Sinn in GesprÀchen mit dem ukrainischen PrÀsidenten Selenskyj und beharrt auf Moskau als Verhandlungsort. Selenskyj lehnt das ab - und kontert.

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat Moskau als Ort fĂŒr ein mögliches Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin erneut abgelehnt. «Er kann nach Kiew kommen», sagte Selenskyj in einem Interview des US-Senders ABC News mit Blick auf die Position des russischen PrĂ€sidenten, der ein solches Treffen nur in seiner Hauptstadt akzeptieren will. Er selbst könne nicht nach Moskau reisen, wenn sein Land jeden Tag angegriffen werde.

Selenskyj hatte immer wieder ein Treffen mit Putin gefordert, um direkt ĂŒber einen Waffenstillstand im seit mehr als dreieinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu verhandeln. Nach ukrainischen Angaben haben sich mindestens sieben LĂ€nder als Austragungsort fĂŒr einen solchen Gipfel angeboten. Darunter seien neben der TĂŒrkei auch drei Golfstaaten, die in dem Konflikt als neutral gelten.

Der Kremlchef hatte am Mittwoch gesagt, Selenskyj könne nach Moskau kommen, wenn es die Aussicht auf ein gutes Ergebnis gebe. GesprĂ€che in der russischen Hauptstadt wĂŒrden die Verhandlungsposition des Kremls, der sich an der Front weiter im Vorteil sieht, durch den Heimvorteil weiter stĂ€rken. Auf einem Wirtschaftsforum in Wladiwostok bezweifelte Putin am Freitag zudem erneut den Sinn solcher GesprĂ€che grundsĂ€tzlich, indem er Selenskyj abermals die LegitimitĂ€t absprach. 

Selenskyj lehnte die russische Hauptstadt bereits am Donnerstag als Verhandlungsort ab. «Wenn du willst, dass kein Treffen stattfindet, dann lÀdst du mich nach Moskau ein», sagte er.

@ dpa.de

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