Kroatien, Regierungsbildung

Kroatien vor schwieriger Regierungsbildung

18.04.2024 - 11:49:39 | dpa.de

Kroatiens bĂŒrgerliche Partei HDZ von Premier Plenkovic bleibt stĂ€rkste Kraft. Zur Fortsetzung der Regierung ist er aber auf einen Koalitionspartner angewiesen.

  • Kroatiens PrĂ€sident Zoran Milanovic gibt seine Stimme in einem Wahllokal in Zagreb ab. Er ist ein erbitterter politischer Gegner von Premier Plenkovic. - Foto: Darko Bandic/AP
    Kroatiens PrÀsident Zoran Milanovic gibt seine Stimme in einem Wahllokal in Zagreb ab. Er ist ein erbitterter politischer Gegner von Premier Plenkovic. - Foto: Darko Bandic/AP
  • MinisterprĂ€sident Andrej Plenkovic braucht zum Weiterregieren einen Koalitionspartner. - Foto: Darko Vojinovic/AP
    MinisterprÀsident Andrej Plenkovic braucht zum Weiterregieren einen Koalitionspartner. - Foto: Darko Vojinovic/AP
'.$caption.' '.$caption.'

In Kroatien zeichnet sich nach der Parlamentswahl eine schwierige Regierungsbildung ab, die auch einen Rechtsruck zur Folge haben könnte. Die bĂŒrgerliche Partei HDZ von MinisterprĂ€sident Andrej Plenkovic bleibt zwar stĂ€rkste Kraft, verfehlte aber die absolute Mehrheit. Dem Premier bleibe rechnerisch nichts anderes ĂŒbrig, als mit der drittplatzierten rechtsnationalistischen Partei Domovinski Pokret (Heimatbewegung) eine Koalition zu bilden, meinten Politologen, die die kroatische Tageszeitung «Jutarnij list» zitierte. Das links-liberale Parteienspektrum kommt ebenfalls auf keine Mehrheit.

Wie die Wahlkommission nach AuszĂ€hlung fast aller Stimmzettel bekanntgab, erhielt Plenkovic' Partei HDZ mit ihren VerbĂŒndeten 34,4 Prozent der WĂ€hlerstimmen. Das entspricht 61 von insgesamt 151 Parlamentsmandaten, fĂŒnf weniger als bei der vergangenen Wahl. Auf Platz zwei kam das dem StaatsprĂ€sidenten Zoran Milanovic nahestehende linksliberale OppositionsbĂŒndnis Rijeke Pravde (FlĂŒsse der Gerechtigkeit) unter der FĂŒhrung der sozialdemokratischen SDP mit 25,4 Prozent der Stimmen (42 Mandate). Platz drei belegte die rechte Partei Domovinski Pokret (Heimatbewegung) mit 9,6 Prozent der Stimmen. Sie bekommt 14 Mandate - zwei weniger als bei der vergangenen Wahl.

Die grĂŒn-liberale Partei Mozemo (Wir können) kam auf 9,1 Prozent (10 Mandate) und das konservativ-rechtspopulistische BĂŒndnis unter FĂŒhrung der Partei Most (BrĂŒcke) auf 8,0 Prozent (11 Mandate). Beide Parteien konnten ihre Ergebnisse verbessern. Das offizielle Endergebnis dĂŒrfte in der kommenden Woche mitgeteilt werden.

Domovinski Pokret hat bereits GesprĂ€chsbereitschaft mit der HDZ signalisiert. Mozemo wiederum stellte in Aussicht, eine von SDP gefĂŒhrte Minderheitsregierung unterstĂŒtzen zu wollen. Wer den Auftrag zur Regierungsbildung bekommt, entscheidet StaatsprĂ€sident Milanovic, ein erbitterter politischer Gegner von Premier Plenkovic.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
ausland | 65178759 |