Greenpeace in den USA zu Millionen-Schadenersatz verurteilt
20.03.2025 - 01:22:04 | dpa.de
Die Umweltorganisation Greenpeace ist in den USA zu einer Schadenersatzzahlung in dreistelliger Millionenhöhe verurteilt worden. Eine Geschworenenjury im US-Bundesstaat North Dakota entschied, dass die Organisation haftbar sei fĂŒr Verleumdung und andere VorwĂŒrfe im Zusammenhang mit Protesten gegen eine umstrittene Ăl-Pipeline vor mehreren Jahren. Greenpeace selbst teilte mit, mehrere Einheiten der Organisation seien zu einer Zahlung in Höhe von mehr als 660 Millionen Dollar (mehr als 605 Millionen Euro) verurteilt worden.Â
Es geht in dem Fall um die Pipeline Dakota Access, die vom Bundesstaat North Dakota an der Nordgrenze der USA bis in den Bundesstaat Illinois im Mittleren Westen verlĂ€uft. Sie ist seit 2017 in Betrieb. Hintergrund der Klage gegen Greenpeace sind monatelange Proteste gegen die Pipeline in den Jahren 2016 und 2017, an denen sich die Organisation damals beteiligte.Â
Die Betreibergesellschaft hatte der Umweltorganisation in dem Verfahren unter anderem vorgeworfen, die Proteste orchestriert und verleumderische Aussagen ĂŒber die Pipeline verbreitet zu haben, was wirtschaftlichen Schaden angerichtet habe. Greenpeace wies das zurĂŒck und wertete die nun gefallene Entscheidung der Geschworenen als Angriff auf die Demonstrationsfreiheit. Die Organisation teilte mit, der Kampf gegen die Klage sei nicht vorbei: «Wir werden nicht klein beigeben. Wir lassen uns nicht zum Schweigen bringen.»
Der Stamm der Standing Rock Sioux hatte sich jahrelang gegen die Pipeline gewehrt - und bei den Protesten UnterstĂŒtzung von vielen Seiten bekommen. Die Röhre verlĂ€uft entlang eines Reservats der Ureinwohner, weswegen sie und UmweltschĂŒtzer Wasserverunreinigungen und die BeeintrĂ€chtigung heiliger StĂ€tten befĂŒrchteten. Der frĂŒhere PrĂ€sident Barack Obama hatte zeitweise die Einstellung der Bauarbeiten angeordnet, sein Nachfolger Donald Trump hingegen hatte sich damals fĂŒr die Fertigstellung der Pipeline eingesetzt. Seit Januar ist Trump wieder als PrĂ€sident im Amt.
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