Ausland, Israel

Baerbock: Keine direkten Zahlungen an PalÀstinenser aus Deutschland

09.10.2023 - 19:25:03

Laut Außenministerin Annalena Baerbock (GrĂŒne) hat Deutschland keine direkten Hilfszahlungen an die palĂ€stinensische Autonomiebehörde geleistet.

Bei der UnterstĂŒtzung der Region arbeite Deutschland eng mit den Vereinten Nationen und mit Hilfsorganisationen vor Ort zusammen und ĂŒberprĂŒfe stĂ€ndig, wohin die Mittel fließen, so Baerbock in der ntv-Sendung "Beisenherz". "Man muss zugleich sagen: Woher zehrt dieser Terrorismus? Im Zweifel von Menschen, die nichts haben. Und deswegen einfach jetzt zu sagen, man sollte keine Lebensmittelhilfe mehr leisten, das hielte ich fĂŒr fatal."

Baerbock sagte weiter, dass sie den palĂ€stinensischen Außenminister Riad Al-Maliki in einem TelefongesprĂ€ch aufgefordert habe, jede weitere Eskalation zu verhindern. "DafĂŒr habe ich deutliche Worte gefunden, dass es jetzt eine Verantwortung gerade auch der palĂ€stinensischen Autonomiebehörde gibt in ihrem absoluten Eigeninteresse. Wir haben in Gaza gesehen: Diese Terroristen machen vor nichts Halt. Es ist mit einkalkuliert, dass PalĂ€stinenser vor Ort ums Leben kommen, es ist mit einkalkuliert, dass es möglichst viele zivile Opfer gibt, auch Kinder." Deshalb sei es im absoluten Interesse der palĂ€stinensischen Autonomiebehörde, "dass es im Westjordanland zu keiner weiteren Eskalation kommt". Baerbock erlĂ€uterte, in Zusammenarbeit mit den Golfstaaten zu versuchen, den Konflikt einzudĂ€mmen. "Ich habe mit den Jordaniern telefoniert, mit Ägypten, mit vielen anderen in der Region, die ja alle nochmal andere ZugĂ€nge haben. Die einen können auf Hisbollah stĂ€rker einwirken, die anderen können vermitteln, mit Blick auf die PalĂ€stinenser vor Ort. Genau dieses Zusammenspiel braucht es jetzt. Das ist der Moment, in dem die GesprĂ€che von unserer Seite am intensivsten gefĂŒhrt werden."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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