Ausland, Großbritannien

Geheimdienst: Russlands Drohnenoffensive wenig erfolgreich

05.06.2023 - 08:45:09

Laut EinschĂ€tzungen des britischen Geheimdienstes hat das russische MilitĂ€r im Mai ĂŒber 300 unbemannte Einweg-Angriffsflugzeuge (OWA-UAVs) der iranischen Shahed-Serie gegen die Ukraine eingesetzt und damit den bisher intensivsten Einsatz dieses Waffensystems vollzogen.

Mit dem Abschuss so vieler OWA-UAVs versucht Russland wahrscheinlich, die Ukraine zu zwingen, ihre BestĂ€nde an wertvollen, modernen Luftabwehrraketen abzuschießen, hieß es am Montag im tĂ€glichen Lagebericht aus London. Es sei unwahrscheinlich, dass Russland damit nennenswert erfolgreich war: Die Ukraine habe mindestens 90 Prozent der ankommenden OWA-UAVs neutralisiert, hauptsĂ€chlich mit ihren Ă€lteren und billigeren Luftabwehrwaffen und mit elektronischer Störung.

Russland hat laut London wahrscheinlich auch versucht, die ukrainischen StreitkrĂ€fte weit hinter der Frontlinie zu orten und zu treffen. Aufgrund mangelhafter Zielerfassung seien sie jedoch nach wie vor sehr unfĂ€hig, solche dynamischen Ziele aus der Ferne zu treffen, hieß es weiter. Unterdessen sagte Moskau, den ukrainischen StreitkrĂ€ften sei es nicht gelungen, eine Großoffensive auf fĂŒnf Frontabschnitten im SĂŒden des Gebiets Donezk erfolgreich durchzufĂŒhren. Die Ukraine habe sechs mechanisierte Bataillone und zwei Panzerbataillone eingesetzt und 250 Personen, 16 Panzer, drei mechanisierte Infanteriekampffahrzeuge und 21 gepanzerte Kampffahrzeuge verloren, zitiert die russische Nachrichtenagentur Tass den offiziellen Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow. Von ukrainischer Seite gab es dazu zunĂ€chst keine Stellungnahme. Stattdessen sagte der Befehlshaber des Ukrainischen Heeres, Oleksandr Syrskyj, man sei in der NĂ€he von Bachmut weiter vorgerĂŒckt. Dort sei es gelungen, eine russische Stellung zu zerstören.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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