Tote, Raketenangriff

Tote bei russischem Raketenangriff auf Kiew

18.01.2025 - 06:25:44 | dpa.de

Laute Explosionen reißen die Einwohner der ukrainischen Hauptstadt Kiew aus dem Schlaf. Die russische Armee greift die Drei-Millionen-Stadt anscheinend mit ballistischen Raketen an.

  • Die russische Armee hat die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut mit Raketen angegriffen. - Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa
    Die russische Armee hat die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut mit Raketen angegriffen. - Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa
  • Die ukrainische Hauptstadt Kiew wurde am Morgen zum Ziel eines russischen Raketenangriffs. (Archivbild) - Foto: Ulf Mauder/dpa
    Die ukrainische Hauptstadt Kiew wurde am Morgen zum Ziel eines russischen Raketenangriffs. (Archivbild) - Foto: Ulf Mauder/dpa
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In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind infolge einer russischen Raketenattacke laut Angaben der MilitĂ€rverwaltung mindestens drei Menschen getötet worden. Drei weitere wurden demnach verletzt. Die Behörden korrigierten am Vormittag die Zahl, nachdem zunĂ€chst von vier Toten die Rede gewesen war. Die U-Bahn-Station Lukjaniwska nahe dem Stadtzentrum musste aufgrund von AngriffsschĂ€den geschlossen werden. Anders als bei frĂŒheren Attacken auf Kiew gab es diesmal keine Vorwarnung: Luftalarm wurde erst nach mehreren Explosionen ausgelöst. Offiziellen Angaben zufolge setzte Russland ballistische Raketen ein.

Die beschĂ€digte U-Bahn-Station befindet sich unmittelbar neben einer RĂŒstungsfabrik, die bereits mehrfach Ziel russischer Raketenangriffe war. RaketentrĂŒmmer gingen den Angaben zufolge auch in anderen Stadtteilen nieder. Bilder in sozialen Netzwerken zeigten beschĂ€digte und brennende Autos und Überschwemmungen aufgrund einer geplatzten Wasserleitung unmittelbar an der U-Bahn-Station. In Teilen der Metropole mit drei Millionen Einwohnern fiel zumindest kurzfristig die Wasserversorgung aus.

Russisches Ministerium spricht von Vergeltungsschlag

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, es sei eine ProduktionsstĂ€tte fĂŒr Raketen hoher Reichweite vom Typ Neptun mit HochprĂ€zisionsschlĂ€gen zerstört worden. DafĂŒr gab es keine BestĂ€tigung von ukrainischer Seite. Das Ministerium in Moskau teilte mit, es habe sich um Vergeltung gehandelt, nachdem die Ukraine zuvor mit Raketen vom US-Typ ATACMS das russische Gebiet Belgorod beschossen habe. 

Laut ukrainischer Flugabwehr wurden zwei von vier ballistischen Raketen abgeschossen. Ob tatsĂ€chlich auch militĂ€rische Ziele getroffen wurden, war zunĂ€chst nicht klar. Die Angaben der Kriegsparteien sind von unabhĂ€ngiger Seite nicht ĂŒberprĂŒfbar.

Auch Verletzte in Saporischschja

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj sprach den Angehörigen der Opfer in Kiew sein Beileid aus. Im Zentrum von Kiew seien TrĂŒmmer abgeschossener Raketen heruntergefallen. Er sprach auf der Plattform von drei bestĂ€tigten Toten und drei Verletzten. Auch WohngebĂ€ude, GeschĂ€fte und CafĂ©s sowie andere zivile Infrastruktur seien beschĂ€digt worden.

Bei einem russischen Angriff auf die sĂŒdukrainische Stadt Saporischschja seien zehn Menschen verletzt worden. HĂ€user und GeschĂ€fte seien beschĂ€digt worden. Der Rettungseinsatz dauere an, sagte Selenskyj, der auch ein Video von den SchĂ€den veröffentlichte. Zugleich forderte er erneut stĂ€rkeren internationalen Druck auf alle, die Russlands seit fast drei Jahren andauernden Angriffskrieg unterstĂŒtzen.

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