Cheney, Demokraten

Cheney: Habe nie fĂŒr Demokraten gestimmt, aber wĂ€hle Harris

04.10.2024 - 01:35:59 | dpa.de

Liz Cheney hat sich schon lĂ€nger von ihrem Parteikollegen Trump abgewendet. Vor kurzem hat sie ihre UnterstĂŒtzung fĂŒr Harris öffentlich gemacht. Nun tritt sie sogar gemeinsam mit der Demokratin auf.

Cheney will Harris wÀhlen. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
Cheney will Harris wÀhlen. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

Die Republikanerin Liz Cheney hat sich bei einem gemeinsamen Wahlkampfauftritt mit Kamala Harris hinter die demokratische PrĂ€sidentschaftskandidatin gestellt und erneut vor Donald Trump gewarnt. «Ich bitte Sie, (...) die verkommene Grausamkeit von Donald Trump abzulehnen», sagte Cheney in Ripon im hart umkĂ€mpften Bundesstaat Wisconsin ĂŒber den republikanischen Kandidaten. 

«Ich sage Ihnen, dass ich noch nie fĂŒr einen Demokraten gestimmt habe, aber dieses Jahr gebe ich mit Stolz meine Stimme fĂŒr VizeprĂ€sidentin Kamala Harris ab», sagte die 58-JĂ€hrige. «Ich weiß, dass sie unser Land liebt, und ich weiß, dass sie eine PrĂ€sidentin fĂŒr alle Amerikaner sein wird.» Trump mĂŒsse bei der PrĂ€sidentschaftswahl am 5. November besiegt werden.

Cheney: Harris ist die richtige Wahl

Die erzkonservative Politikerin sagte weiter: «Ich glaube an eine begrenzte Regierung. Ich glaube an niedrige Steuern. Ich glaube an eine starke Landesverteidigung, und ich glaube, dass der private Sektor der Wachstumsmotor unserer Wirtschaft ist.» Aber als Konservative, Patriotin, Mutter und als jemand, die die Verfassung verehre, sei sie sicher, dass Harris die richtige Wahl sei und vor allem «unsere kleinen MÀdchen» inspirieren werde. 

Harris pries Cheneys Mut und nannte die Republikanerin «eine FĂŒhrungspersönlichkeit, die das Land ĂŒber die Partei und ĂŒber sich selbst stellt, eine wahre Patriotin». Trump warf sie dagegen vor, auf «demokratischen Werten herumzutrampeln». 

Republikaner haben Cheney kaltgestellt

Liz Cheney ist die Tochter des frĂŒheren US-VizeprĂ€sidenten Dick Cheney, der bei der PrĂ€sidentschaftswahl am 5. November ebenfalls fĂŒr Harris stimmen will. Die Politikerin gilt als lauteste Trump-Kritikerin unter den Republikanern und hat sich vor wenigen Wochen öffentlich hinter Harris gestellt. DafĂŒr hat sie einen hohen Preis gezahlt. Sie verlor ihre FĂŒhrungsrolle innerhalb der Partei und schließlich auch ihren Sitz im ReprĂ€sentantenhaus. Im Untersuchungsausschusses zum Angriff auf das US-Kapitol nahm sie eine fĂŒhrende Rolle ein und warnte immer wieder davor, dass von Trump eine Gefahr fĂŒr die Demokratie ausgehe. 

Cheney hatte sich erst nach der Kapitol-Attacke offen gegen Trump gestellt. Zuvor unterstĂŒtzte sie seine Politik weitgehend. Es ist offen, wie viel Einfluss ihre UnterstĂŒtzung fĂŒr Harris haben wird. Innerhalb der Partei ist sie kaltgestellt - fĂŒr die meisten Trump-Getreuen gilt sie als Vertreterin des alten Establishments. Ihr Engagement dĂŒrfte sich daher vornehmlich an bisher noch unentschlossene WĂ€hlerinnen und WĂ€hler richten. Die Umfragen zeigen bisher, dass es sowohl bei den Trump- als auch bei den Harris-WĂ€hlern so gut wie keine Bewegung gibt. Es lĂ€uft auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hinaus. Cheney dĂŒrfte mit ihrem Auftritt in Wisconsin wohl kaum Trump-AnhĂ€nger davon ĂŒberzeugen, fĂŒr Harris zu stimmen. 

Wisconsin als wichtiger Swing State

Wisconsin im Norden der USA zĂ€hlt zu den wenigen Bundesstaaten, die bei der Abstimmung im November das ZĂŒnglein an der Waage sein dĂŒrften. Hier steht nicht von vornherein fest, ob der Staat traditionell an die Demokraten oder Republikaner geht. Im Jahr 2016 gewann hier Trump, vier Jahre spĂ€ter Joe Biden. Die Rennen waren jeweils sehr knapp. Deshalb treten Harris und Trump in Wisconsin und den anderen Swing States - Michigan, Pennsylvania, Georgia, North Carolina, Arizona und Nevada - besonders hĂ€ufig auf. 

Dass einigen Bundesstaaten bei der PrĂ€sidentschaftswahl so große Bedeutung zukommt, liegt an dem besonderen Wahlsystem in den USA. Wer PrĂ€sident wird, entscheidet sich nicht aus der Summe der landesweit abgegebenen Stimmen, sondern durch 538 Delegierte der Bundesstaaten. In fast allen Staaten gilt: Wenn ein Kandidat vorn liegt, bekommt er unabhĂ€ngig von den genauen StimmverhĂ€ltnissen alle Wahlleute dieses Bundesstaats zugesprochen. 

 

 

 

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