Muslime, Opferfest

Muslime weltweit feiern Opferfest

16.06.2024 - 11:19:20

Millionen Muslime weltweit feiern das Opferfest Eid al-Adha. In muslimisch geprÀgten LÀndern beginnt der Feiertag mit einem besonderen Gebet in der Moschee.

Überschattet vom verheerenden Krieg im Gazastreifen hat fĂŒr Millionen Muslime weltweit das Opferfest Eid al-Adha begonnen. Ein Prediger in Mekka in Saudi-Arabien erinnerte dort wĂ€hrend der laufenden muslimischen Wallfahrt an die PalĂ€stinenser.

«Das Eid-Fest lĂ€sst uns unsere hilflosen BrĂŒder (...) in PalĂ€stina nicht vergessen», sagte Scheich Abdel Rahman al-Sudais, ein hoher saudischer Kleriker in Mekka, in einer im Fernsehen ĂŒbertragenen Predigt. Die Al-Aksa-Moschee in Jerusalem, die drittheiligste StĂ€tte im Islam, mĂŒsse vor «Aggression» und den «besetzenden Zionisten» geschĂŒtzt werden.

In muslimisch geprĂ€gten LĂ€ndern vor allem in Nahost, Afrika und Asien beginnt der Feiertag mit einem besonderen Gebet in der Moschee. Traditionell gibt es auch rituelle Schlachtungen. Dabei werden vor allem Schafe und Ziegen geschĂ€chtet. Das Fleisch wird in der Familie und unter Freunden aufgeteilt. Ein Teil geht auch an BedĂŒrftige. Üblich ist es auch, Familie und Freunde zu besuchen.

Videos im Internet zeigten, wie Muslime am Morgen auch im Gazastreifen zum Feiertagsgebet zusammenkamen. Viele versammelten sich vor den TrĂŒmmern zerstörter HĂ€user. Der Krieg begann mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober. Seitdem wurden durch KĂ€mpfe in Gaza nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörden mehr als 37.000 PalĂ€stinenser getötet.

Das viertÀgige Fest soll an die Bereitschaft von Stammvater Abraham erinnern, einen Sohn zu opfern, um Gott seinen Glauben zu beweisen. Das Eid al-Adha ist neben dem Fest zum Ende des Fastenmonats Ramadan die wichtigste Feier im Islam.

@ dpa.de