Mindestens zwei Tote nach russischem Angriff in der Ukraine
13.05.2026 - 01:24:04 | dpa.de
Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der GroĂstadt Krywyj Rih mindestens zwei Menschen getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei der Attacke am Abend verletzt worden, darunter ein neun Monate altes MĂ€dchen, das in kritischem Zustand im Krankenhaus behandelt werde, schrieb der Regionalgouverneur Olexander Hanscha auf der Plattform Telegram. Bei den Getöteten handele es sich um eine 65-jĂ€hrige Frau und einen 43-jĂ€hrigen Mann.Â
Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den Angriff «auf ein gewöhnliches Wohnhaus» als zynisch und militĂ€risch sinnlos. Nach Ende der dreitĂ€gigen Waffenruhe am Montag töte Russland nun wieder Ukrainer und Ukrainerinnen. «Der Druck auf Russland darf deshalb in keiner Weise nachlassen», schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Nur entschlossener gemeinsamer Druck und die StĂ€rkung der Ukraine, einschlieĂlich der Ausweitung der Luftabwehr, «können den Aggressor dazu zwingen, diplomatisch auf einen verlĂ€sslichen Frieden und ein Ende der Morde hinzuarbeiten».
Angriff galt der Heimatstadt von PrÀsident Selenskyj
Krywyj Rih ist Selenskyjs Heimatstadt und wurde bereits mehrfach Ziel russischer Angriffe. Sie liegt im Zentrum der Ukraine. Russland ĂŒberzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg.
US-PrĂ€sident Donald Trump hatte auf Moskauer Bitte eine dreitĂ€gige Waffenruhe von Samstag bis Montag vermittelt. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestĂ€tigte am Dienstag offiziell, dass die sogenannte militĂ€rische Spezialoperation seit Tagesanbruch fortgesetzt werde. MilitĂ€rische Spezialoperation ist in Russland die offizielle Bezeichnung fĂŒr den Krieg gegen das Nachbarland.
Die Ukraine hofft seit langem auf eine lĂ€ngere Waffenruhe, in der ĂŒber einen Waffenstillstand und eine Friedenslösung verhandelt werden könnte. Moskau hat die Feuerpausen ĂŒber hohe Feiertage immer begrenzt. In diesem Fall ging es darum, mit einer MilitĂ€rparade am Samstag in Moskau ungestört das Andenken an den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg feiern zu können.
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