Macron, Schwergewichten

Macron hÀlt an Schwergewichten im Kabinett fest

11.01.2024 - 20:44:42

Mit einem neuen Premier und einer neuformierten Regierung will Frankreichs PrĂ€sident Schwung gewinnen. Im Kabinett hĂ€lt Macron dafĂŒr an Schwergewichten fest. Einen Wechsel gibt es im Außenministerium.

Im Zuge der Regierungsumbildung in Frankreich hÀlt PrÀsident Emmanuel Macron an vielen Schwergewichten des bisherigen Kabinetts fest.

Bruno Le Maire bleibt Wirtschafts- und Finanzminister und GĂ©rald Darmanin Chef des Innenressorts, wie der ÉlysĂ©epalast in Paris mitteilte. Verteidigungsminister bleibt SĂ©bastian Lecornu und die Justiz fĂŒhrt weiter Éric Dupond-Moretti. Einen Wechsel gibt es allerdings im Außenministerium: StĂ©phane SĂ©journĂ©, GeneralsekretĂ€r von Macrons Partei Renaissance und ehemaliger PrĂ€sidentenberater, löst Catherine Colonna ab.

Einen Wechsel gibt es auch an der Spitze des Kulturministeriums. Dieses leitet kĂŒnftig Rachida Dati, die von 2007 bis 2009 Justizministerin war und der konservativen Oppositionspartei Les RĂ©publicains angehört. Sie folgt auf Rima Abdul Malak, die in der AffĂ€re um Schauspielstar GĂ©rard Depardieu, dem Sexismus und sexueller Missbrauch vorgeworfen wird, angeeckt war. Sie hatte Depardieu als eine «Schande fĂŒr Frankreich» bezeichnet, wĂ€hrend Macron den Schauspieler teilweise in Schutz nahm.

Am Dienstag hatte Macron den bisherigen Bildungsminister Gabriel Attal zum neuen Premierminister ernannt. Zuvor war die Mitte-Regierung von Élisabeth Borne auf Druck des PrĂ€sidenten zurĂŒckgetreten. Das Bildungsressort ĂŒbernimmt nun zusĂ€tzlich Sportministerin AmĂ©lie OudĂ©a-CastĂ©ra. FĂŒr Macron geht es mit der Regierungsumbildung um eine Flucht nach vorne. Seit den Parlamentswahlen 2022 hat sein Lager in der Nationalversammlung keine absolute Mehrheit mehr und ist auf Stimmen der Opposition angewiesen.

Mit der neuen Regierung will Macron sein eigenes Lager einen und gestĂ€rkt in die Europawahl gehen, bei der Marine Le Pens Rechtsnationale seine Truppen deutlich zu ĂŒberholen drohen.

@ dpa.de