Gipfeltreffen, Ukraine

Das Gipfeltreffen zur Ukraine - Was wir wissen und was nicht

16.08.2025 - 13:05:17

Mit Hoffnung und Sorge wurde der Gipfel von US-PrÀsident Trump und Kremlchef Putin zum Ukraine-Krieg verfolgt. Was kam heraus - und was vielleicht nicht?

Die Begegnung von Donald Trump mit Wladimir Putin war das erste persönliche Treffen eines US-PrĂ€sidenten mit dem Kremlchef seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022. Danach blieben die beiden StaatsmĂ€nner bei Pressestatements inhaltlich sehr vage. Etwas mehr drang spĂ€ter an die Öffentlichkeit.

Was wir wissen

  • Die Verhandlungen dauerten nach Angaben des Kreml 2 Stunden und 45 Minuten, die anschließenden Stellungnahmen von Trump und Putin zusammen zwölf Minuten. Fragen der anwesenden Journalisten waren nicht zugelassen.
  • Putin und Trump lobten die GesprĂ€che als konstruktiv und produktiv.
  • Trump informierte anschließend den ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj, andere europĂ€ische Staats- und Regierungschefs sowie Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte ĂŒber den Austausch mit Putin.
  • Selenskyj kĂŒndigte Stunden spĂ€ter an, am Montag nach Washington zu reisen.
  • Die EuropĂ€er wollen am Sonntagnachmittag im Rahmen der «Koalition der Willigen» in einer Videoschalte beraten. Darunter werden die VerbĂŒndeten Kiews verstanden, die die zur UnterstĂŒtzung einer Mission zur Friedenssicherung bereit sind.
  • In den Statements von Putin und Trump gab es keine Aussagen ĂŒber eine mögliche Waffenruhe. SpĂ€ter schrieb Trump in seinem Online-Dienst Truth Social, «alle» seien sich einig gewesen, dass der beste Weg sei, direkt ein Friedensabkommen zu erreichen und kein Waffenstillstandsabkommen.
  • Putin sieht nach dem Gipfel eine Chance fĂŒr einen stĂ€rkeren wirtschaftlichen Austausch mit den USA.
  • Putin sprach von Vereinbarungen, die Ausgangspunkt fĂŒr eine Lösung des Ukraine-Konflikts sein könnten.

Was wir nicht wissen

  • Der Inhalt der von Putin erwĂ€hnten Vereinbarungen, die Ausgangspunkt fĂŒr eine Lösung des Ukraine-Konflikts sein könnten, ist nicht bekannt.
  • Trump sprach davon, dass es noch sehr wenige offene Punkte gebe, darunter vielleicht der wichtigste - worum geht es da?
  • UngeklĂ€rt ist, ob konkret ĂŒber eine mögliche Waffenruhe oder Friedensverhandlungen gesprochen wurde oder ĂŒber Gebietsfragen.
  • Wenn die Waffen schweigen sollten, verlangt die Ukraine Sicherheitsgarantien fĂŒr die Zeit danach. Mehrere europĂ€ische Staats- und Regierungschefs teilten mit, die USA seien zu Sicherheitsgarantien bereit. Dazu fehlt bislang eine BestĂ€tigung der US-Regierung. 
  • Trump und Putin sprachen in Alaska unverbindlich ĂŒber ein weiteres Treffen. Ob Putin Trump offiziell nach Moskau eingeladen hat, ist unklar. Ein Datum fĂŒr ein nĂ€chstes Treffen der beiden gibt es nach Kreml-Angaben jedenfalls nicht.
  • Trump hatte vor dem Gipfel gesagt, es solle ein zweites Treffen unter Einbeziehung des ukrainischen PrĂ€sidenten Selenskyj geben. Nach Kreml-Angaben ist ein Dreier-Treffen in Anchorage jedoch kein Thema gewesen.
@ dpa.de