Ukraine, Russland

EU-Außenminister gedenken der Opfer von Butscha

31.03.2026 - 09:04:41 | dpa.de

Mit Kerzen und stiller Anteilnahme erinnern EU-Außenminister an die Schrecken von Butscha. Was macht diesen Ort zum Symbol für russische Verbrechen in der Ukraine?

Auch der deutsche Außenminister Johann Wadephul ist in die Ukraine gereist. - Foto: Ansgar Haase/dpa

Die Außenminister der EU-Staaten haben bei einem Besuch in der Ukraine der Opfer des Massakers von Butscha vor vier Jahren gedacht. An der Zeremonie nahmen auch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas teil. Sie stellten mit ihren Kollegen und Kolleginnen Kerzen vor eine Gedenkwand.

Die Kleinstadt Butscha nordwestlich der Hauptstadt Kiew war in den ersten Kriegstagen im Februar 2022 von russischen Truppen besetzt worden. Nach der Befreiung durch ukrainische Streitkräfte Ende März wurden in den Straßen getötete Zivilisten gefunden - manche mit gefesselten Händen. Die Stadt wurde damit zum Symbol für russische Kriegsverbrechen.

Die Vereinten Nationen bestätigten später in einem Bericht den Tod Dutzender Zivilisten. Russische Offizielle weisen den Vorwurf eines Kriegsverbrechens bis heute zurück und sprechen trotz der Gegenbeweise von einer Inszenierung.

Ukrainischen Angaben zufolge wurden in Butscha mehr als 400 tote Zivilisten registriert. In der Region insgesamt waren es mehr als 1.300 - darunter mehr als 700, die erschossen wurden.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
ausland | 69035950 |

Weitere Meldungen

Kallas will neue Russland-Sanktionen mit den USA. Die EU-Chefdiplomatin zieht daraus Lehren für die aktuellen Verhandlungen zum russischen Angriffskrieg. Vier Jahre liegt das Massaker an ukrainischen Zivilisten in Butscha zurück. (Ausland, 31.03.2026 - 11:58) weiterlesen...

Ostbeauftragte: PCK-Raffinerie in Brandenburg ist gesichert. Seit kurzem drohen keine US-Sanktionen mehr. Die Ostbeauftragte kommt nach Schwedt. Sie sieht PCK als Modell. Die Raffinerie PCK gehört mehrheitlich deutschen Töchtern des russischen Konzerns Rosneft. (Wirtschaft, 31.03.2026 - 10:12) weiterlesen...

Wadephul drängt auf Aufarbeitung russischer Kriegsverbrechen Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat zum vierten Jahrestag der Befreiung Butschas die Aufarbeitung russischer Kriegsverbrechen im Ukraine-Krieg angemahnt."Butscha steht als Symbol für unzählige weitere russische Kriegsverbrechen", sagte Wadephul am Dienstag vor einem Treffen der EU-Außenminister in Kiew und Butscha. (Politik, 31.03.2026 - 08:03) weiterlesen...

Vier Jahre nach Butscha-Massaker: EU-Außenminister in Kiew. Prominente EU-Vertreter wollen Signale in mehrere Richtungen senden. Die Verhandlungen über einen Waffenstillstand in der Ukraine treten auf der Stelle - auch wegen des Iran-Kriegs. (Ausland, 31.03.2026 - 07:40) weiterlesen...

Wagener fordert deutsche Beteiligung an Ukraine-Tribunal Der Vorsitzende der Deutsch-Ukrainischen Parlamentariergruppe, Robin Wagener (Grüne), drängt auf eine deutsche Beteiligung an einem Sondertribunal zur Verfolgung russischer Kriegsverbrechen in der Ukraine."Deutschland als stärkstes EU-Land hat hier eine besondere Verantwortung. (Politik, 31.03.2026 - 05:00) weiterlesen...

Ukrainer wegen Spionageverdachts für Russland festgenommen Die Bundesanwaltschaft hat Haftbefehl gegen einen ukrainischen Staatsangehörigen wegen des Verdachts der Spionage für Russland erwirkt.Der Beschuldigte wurde bereits am Freitag in Hagen vorläufig festgenommen und dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der den Haftbefehl erließ und Untersuchungshaft anordnete, wie der Generalbundesanwalt (GBA) am Montag mitteilte.Der Ukrainer stehe im Verdacht, für einen russischen Geheimdienst tätig gewesen zu sein. (Sonstige, 30.03.2026 - 16:17) weiterlesen...