Trump schwört AnhÀnger am Ort des Attentats auf Wahlsieg ein
06.10.2024 - 02:56:52US-PrĂ€sidentschaftskandidat Donald Trump ist knapp drei Monate nach dem Attentat auf ihn an den Ort des Geschehens im Bundesstaat Pennsylvania zurĂŒckgekehrt, um Wahlkampf zu machen. Bei einer groĂen Kundgebung in Butler schwor der Republikaner seine AnhĂ€nger auf einen Sieg bei der PrĂ€sidentenwahl am 5. November ein. UnterstĂŒtzung erhielt der 78-JĂ€hrige auch von Tech-MilliardĂ€r Elon Musk, der die Menge mit drastischen Worten dazu aufrief, Trump zu wĂ€hlen.
Mitte Juli hatte ein SchĂŒtze bei einer Kundgebung in Butler von einem nahegelegenen Dach auf den Ex-PrĂ€sidenten geschossen. Ein Besucher starb, zwei weitere wurden verletzt. Trump wurde von einer Kugel am rechten Ohr verletzt. Der TĂ€ter wurde von SicherheitskrĂ€ften getötet. Zu der Kundgebung am Samstagabend (Ortszeit) versammelten sich erneut Tausende Menschen auf dem Areal, mehr als bei der Veranstaltung im Juli.Â
Trump will nach der Wahl in einem Monat wieder ins WeiĂe Haus einziehen. Es zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ihm und seiner demokratischen Kontrahentin Kamala Harris ab.Â
Vance: Gott hat Trumps Leben gerettet
Der republikanische US-VizeprĂ€sidentschaftskandidat J.D. Vance lieĂ als Vorredner Trumps das Attentat Revue passieren und sprach von einem «wahren Wunder», dass Trump nichts Schlimmeres passiert sei. «Ich bin fest davon ĂŒberzeugt, dass Gott an jenem Tag das Leben von PrĂ€sident Trump gerettet hat», sagte der 40 Jahre alte Senator.Â
Vance bezog sich in seiner Rede mehrfach auf Gott. «Genau hier, vor fast drei Monaten, dachten wir, PrĂ€sident Trump wĂŒrde sein Leben verlieren. Doch Gott hat weiterhin einen Plan fĂŒr ihn â so wie er auch immer noch einen Plan fĂŒr die Vereinigten Staaten von Amerika hat.»
Der AttentĂ€ter habe versucht, die Herzen der Menschen mit Angst zu erfĂŒllen. «Aber heute stehen wir hier, um klarzumachen: Wir lassen uns nicht einschĂŒchtern. Wir lassen uns nicht stoppen. Wir lassen uns nicht zum Schweigen bringen. Wir werden Amerika wieder groĂartig machen â und das gemeinsam.»
Trump: Sind stÀrker als je zuvor
Diesem Narrativ schloss sich Trump in seiner Rede an. «Unsere Bewegung (...) ist stĂ€rker, stolzer, geeinter, entschlossener und dem Sieg nĂ€her als je zuvor», sagte er.Â
Durch «die FĂŒgung des Schicksals und Gottes Gnade» habe der SchĂŒtze sein Ziel verfehlt. «Er konnte unsere Bewegung nicht aufhalten, unseren Geist nicht brechen und unsere eiserne Entschlossenheit, Amerika vor dem Ăbel der Armut, des Hasses und der Zerstörung zu bewahren, nicht erschĂŒttern.»
Trump lieĂ auch eine Schweigeminute fĂŒr den Besucher abhalten, der bei dem Attentat im Juli sein Leben verlor. Der Mann habe sich ĂŒber seine Frau und seine Töchter geworfen, um deren Leben zu schĂŒtzen, sagte Trump.
Musk leistet Trump Wahlkampfhilfe
WĂ€hrend seiner Rede rief Trump Tech-MilliardĂ€r Elon Musk auf die BĂŒhne. Der forderte die Menge auf, Trump zu wĂ€hlen. Diese Wahl werde «keine gewöhnliche Wahl», sagte Musk. Harris und die Demokraten wollten den Menschen viele Rechte nehmen, etwa das Recht auf freie MeinungsĂ€uĂerung, das Recht, Waffen zu tragen, sogar das Wahlrecht. Trump mĂŒsse gewinnen, «um die Verfassung zu bewahren. Er muss gewinnen, um die Demokratie in Amerika zu bewahren.»Â
Wenn Trump nicht gewĂ€hlt werde, werde dies die letzte Wahl sein, prophezeite Musk, ohne dies weiter auszufĂŒhren. Er sei ĂŒberzeugt, dass dies «die wichtigste Wahl unseres Lebens» sei.Â
Musk, der oft Verschwörungstheorien Reichweite verschafft, unterstĂŒtzt Trump schon lĂ€nger. Der Tesla-Chef und Besitzer der Plattform X macht auch regelmĂ€Ăig Stimmung gegen Harris, gegen die Trump bei der Wahl antritt. Trump hatte zuletzt angedeutet, dass Musk im Falle eines Wahlsieges an die Spitze eines Gremiums zur ĂberprĂŒfung der US-Finanzen gesetzt werden könnte. Musk solle die Regierungsausgaben kĂŒrzen, so Trump.
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