USA, KriminalitÀt

US-Behörden: Nationalgardisten in «kritischem Zustand»

26.11.2025 - 23:28:36

Mitten in der Innenstadt von Washington fallen SchĂŒsse. Zwei Nationalgardisten werden getroffen. Ein Gouverneur erklĂ€rt zunĂ€chst, sie seien tot. Dann gibt es neue Informationen.

Die beiden in Washington angeschossenen US-Nationalgardisten sind nach neuen Behördenangaben nicht tot. Sie seien in «kritischem Zustand», sagten FBI-Chef Kash Patel und BĂŒrgermeisterin Muriel Bowser bei einer Pressekonferenz. Zuvor hatte der Gouverneur des Bundesstaates West Virginia mitgeteilt, die beiden seien gestorben.

Gouverneur Patrick Morrisey schrieb spĂ€ter in einem weiteren Post auf X, dass es widersprĂŒchliche Berichte ĂŒber den Zustand der Opfer gebe. Er machte keine weiteren Angaben. Der US-Gouverneur aus West Virginia hatte sich zu Wort gemeldet, weil die Nationalgardisten nach dessen Angaben aus dem US-Bundesstaat stammen.

BĂŒrgermeisterin: Gezielter Angriff 

Am Nachmittag waren mitten im Zentrum der US-Hauptstadt SchĂŒsse in der NĂ€he des Weißen Hauses gefallen. BĂŒrgermeisterin Bowser sprach von einem gezielten Angriff. 

Ein Vertreter der Washingtoner Polizei erlĂ€uterte, der TĂ€ter sei um eine Ecke gekommen und habe sofort das Feuer auf die zwei Nationalgardisten eröffnet. Weitere Mitglieder der Nationalgarde hĂ€tten die SchĂŒsse gehört, eingegriffen und den VerdĂ€chtigen ĂŒberwĂ€ltigt, nachdem dieser zu Boden gegangen sei. Die Polizei sei wenige Augenblicke spĂ€ter eingetroffen.

Mehr als 2.000 Nationalgardisten in Washington

Die Nationalgarden sind militĂ€rische Reserveeinheiten und Teil der US-StreitkrĂ€fte. Sie unterstehen im Normalfall der Kontrolle der Bundesstaaten und werden etwa bei Naturkatastrophen, Unruhen oder anderen Notlagen eingesetzt. In bestimmten Situationen kann jedoch auch der US-PrĂ€sident das Kommando ĂŒbernehmen. FĂŒr Washington bestehen Sonderregeln.

Seit dem Sommer sind mehr als 2.000 Nationalgardisten in Washington unterwegs. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte sie im August in die Hauptstadt beordert und ihre Mobilisierung mit einer angeblich ausufernden KriminalitĂ€t begrĂŒndet. Das ist heftig umstritten. KriminalitĂ€tsstatistiken stĂŒtzen diese Darstellung nicht.

Einsatz vor Gericht angefochten

Die Hauptstadt ging juristisch gegen den Einsatz vor. Eine Bundesrichterin erklĂ€rte den Einsatz der Nationalgarde jĂŒngst fĂŒr nicht rechtens und ordnete an, diesen zu beenden. Sie setzte ihre Entscheidung jedoch fĂŒr drei Wochen aus, damit die Trump-Regierung in Berufung gehen kann. Die Anordnung bleibt damit bis zum 11. Dezember außer Kraft.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Bericht zu Minneapolis bringt US-Regierung in BedrĂ€ngnis. Medien schildern auch, was darin nicht zur Sprache kommt. Zu den folgenschweren SchĂŒssen von Bundesbeamten auf einen US-BĂŒrger in Minneapolis gibt es einen ersten umfassenden Untersuchungsbericht. (Ausland, 28.01.2026 - 06:10) weiterlesen...

US-Abgeordnete Omar bei Auftritt in Minneapolis angegriffen. Inmitten der angespannten Lage in der Stadt wird Ilhan Omar nun bei einer Rede aus dem Publikum attackiert. US-PrÀsident Trump macht seit langem Stimmung gegen die linke Abgeordnete aus Minneapolis. (Ausland, 28.01.2026 - 04:10) weiterlesen...

Bericht: Zwei Beamte feuerten SchĂŒsse in Minneapolis ab. Medien schildern auch, was darin nicht zur Sprache kommt. Zu den folgenschweren SchĂŒssen von Bundesbeamten auf einen US-BĂŒrger in Minneapolis gibt es eine erste umfassende offizielle Darstellung. (Ausland, 28.01.2026 - 03:40) weiterlesen...

Trump deutet Umschwenken in Minneapolis an. Jetzt schlĂ€gt der PrĂ€sident plötzlich mildere Töne an. DafĂŒr gibt es GrĂŒnde. Der öffentliche Druck auf die US-Regierung ist nach den TodesschĂŒssen von Minneapolis nochmals gestiegen. (Unterhaltung, 27.01.2026 - 05:49) weiterlesen...

Medien: Grenzschutz-Kommandeur soll Minneapolis verlassen. Jetzt soll er nach Medienberichten abgezogen werden. Kommandeur Gregory Bovino ist zum Gesicht der umstrittenen EinsÀtze von Bundesbeamten in Minneapolis geworden. (Ausland, 26.01.2026 - 23:31) weiterlesen...

Merz besorgt ĂŒber «Ausmaß der Gewaltanwendung» in den USA. Der Kanzler macht jetzt eine Ausnahme. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass Regierungschefs innere Angelegenheiten verbĂŒndeter LĂ€nder nicht kommentieren. (Politik, 26.01.2026 - 19:45) weiterlesen...