Selenskyj, GesprÀche

Selenskyj strebt GesprĂ€che mit Moskau fĂŒr «Siegesplan» an

21.09.2024 - 14:22:47

Moskau beklagt immer wieder, dass Kiews PrĂ€sident Selenskyj Verhandlungen fĂŒr ein Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine untersagt habe. Nun zeigt dieser sich offen fĂŒr GesprĂ€che.

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj strebt zur Umsetzung seines «Siegesplanes» GesprĂ€che mit Russland an. Der Plan könne zukĂŒnftige, effektivere diplomatische Treffen mit Russland ermöglichen, sagte Selenskyj ukrainischen Medien zufolge vor seiner Abreise in die USA, wo er seinen mehrfach angekĂŒndigten Plan erst PrĂ€sident Joe Biden und dann der Weltöffentlichkeit vorstellen will. Es seien drei Punkte darin, ĂŒber die mit Russland in beliebigen Formaten gesprochen werden solle.

«Der Siegesplan sieht schnelle und konkrete Schritte unserer strategischen Partner vor - in der Zeit vom heutigen Tage bis Ende Dezember», sagte Selenskyj der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine zufolge. Die Umsetzung sei von den Partnern abhĂ€ngig. Der Plan solle die BrĂŒcke schlagen zu einem zweiten Friedensgipfel, an dem auch Russland teilnehmen solle, sagte er. Zugleich machte er einmal mehr deutlich, dass Moskau aus seiner Sicht nicht an FriedensgesprĂ€chen interessiert sei und den Krieg fortsetzen wolle. Zum ersten Gipfel im Juni in der Schweiz war Russland nicht eingeladen.

Konkrete Inhalte des «Siegesplans» sind bisher nicht bekannt. Moskau kritisiert immer wieder, dass Selenskyj GesprĂ€che mit Russland per Dekret untersagt habe und das Verbot nun erst aufgehoben werden mĂŒsse. Bisher gibt es nur vereinzelt Kontakte ĂŒber Vermittler etwa bei den immer wieder organisierten Gefangenenaustauschen.

Selenskyj sagte zudem, dass Biden bis zu seinem Ausscheiden aus dem Amt noch wichtige Entscheidungen treffen und die Ukraine so stĂ€rken könne. Bei seinem Treffen mit Biden will Selenskyj einmal mehr darauf drĂ€ngen, dass die USA ihre Waffen mit großer Reichweite fĂŒr SchlĂ€ge weit im russischen Hinterland freigeben. «Wir brauchen Langstreckenwaffen», sagte Selenskyj. Das Land verteidigt sich seit mehr als zweieinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg.

@ dpa.de