Minister rĂ€umt PlĂŒnderungen durch russische Soldaten ein
14.11.2024 - 20:37:38 | dpa.de
Der Ex-Gouverneur des russischen Grenzgebiets Kursk, Roman Starowoit, hat eingerĂ€umt, dass von Moskau zur Verteidigung in die Region geschickte Soldaten dort geplĂŒndert haben. «Es gibt Fakten von PlĂŒnderungen sowohl durch Zivilisten als auch durch MilitĂ€rs», sagte der inzwischen zum Verkehrsminister des Landes aufgestiegene Starowoit bei einem Treffen mit Bewohnern des unmittelbar an die Ukraine grenzenden Landkreises Gluschkowo.Â
Das EingestĂ€ndnis wurde von den Zuhörern mit Applaus aufgenommen, wie aus einem Videoausschnitt eines lokalen Nachrichtenportals bei Telegram hervorgeht. Bewohner der Region hatten mehrfach ĂŒber EinbrĂŒche in ihre zurĂŒckgelassenen HĂ€user geklagt.
Ukrainische Truppen haben bei ihrer ĂŒberraschenden Gegenoffensive im Sommer einen Teil des Gebiets Kursk erobert. Die russischen StreitkrĂ€fte - Medienberichten nach mittlerweile unterstĂŒtzt von nordkoreanischen Soldaten - versuchen, diese Truppen wieder aus dem Land zu drĂ€ngen. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass beschuldigte in dem Zusammenhang die Ukrainer, in den von ihnen eroberten Ortschaften geplĂŒndert zu haben - und nannte als Beispiel die Ortschaft Gluschkowo. Dabei war diese nie unter der Kontrolle Kiews.Â
Moskau geht normalerweise hart gegen Berichte ĂŒber Verbrechen russischer Soldaten im Angriffskrieg gegen die Ukraine vor. Dutzende Kriegsgegner sitzen wegen angeblicher Diskreditierung der russischen Armee in Haft. Dass russische Soldaten selbst im eigenen Land rauben, ist daher ein seltenes EingestĂ€ndnis der Moskauer FĂŒhrung.
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