Russland, USA

Russland will mit USA Bilanz zu Angriffsstopp ziehen

14.04.2025 - 11:15:58 | dpa.de

Moskau hat seine Luftangriffe auf ukrainische StĂ€dte verstĂ€rkt, zuletzt gab es Dutzende Tote. Doch um mit den USA etwas zu besprechen zu haben, wird Buch gefĂŒhrt ĂŒber angebliche ukrainische Attacken.

Russland will in Sachen Angriffe auf Energieanlagen mit den USA reden. (Archivbild) - Foto: Ulf Mauder/dpa
Russland will in Sachen Angriffe auf Energieanlagen mit den USA reden. (Archivbild) - Foto: Ulf Mauder/dpa

Russland will sich nach Worten von Kremlsprecher Dmitri Peskow in Washington ĂŒber angebliche VerstĂ¶ĂŸe der Ukraine gegen den Stopp wechselseitiger Angriffe auf Energieanlagen beschweren. Ein 30-tĂ€giges Moratorium auf solche Angriffe laufe am Mittwoch, 16. April, aus, sagte Peskow in Moskau, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete. Die Ukraine habe eindeutig dagegen verstoßen, behauptete er.

«NatĂŒrlich muss man diese 30 Tage analysieren, Informationen und Überlegungen mit den Amerikanern austauschen», sagte er. Ob Moskau sich ĂŒber diesen Tag hinaus an die Teilwaffenruhe halten werde, mĂŒsse dann PrĂ€sident Wladimir Putin entscheiden.

Nach einem Telefonat Putins mit US-PrĂ€sident Donald Trump am 18. MĂ€rz hatte der Kreml mitgeteilt, dass Russland sich fĂŒr 30 Tage an einen Stopp wechselseitiger Angriffe auf Energieanlagen halten werde. Auch die Ukraine erklĂ€rte sich dazu bereit, verlangte aber eine Festlegung der Daten und eine Liste der von Attacken ausgeschlossenen Ziele.

Große Angriffe auf Energieanlagen gingen zurĂŒck

Seitdem werfen beide Seiten einander fast tĂ€glich VerstĂ¶ĂŸe gegen das Moratorium vor. Meist ging es allerdings um kleinere, frontnahe SchĂ€den am Energiesystem. Es gab keinen russischen Beschuss mehr auf ukrainische Kraftwerke. Die Ukraine beschoss nicht mehr russische Raffinerien, was Moskau in den Wochen zuvor erhebliche Probleme bereitet hatte. 

Russland verstÀrkte allerdings seine Luftangriffe auf andere Ziele in den ukrainischen StÀdten und tötete allein seit Anfang April mehrere Dutzend Zivilisten. Am Sonntag kamen in der Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine mindestens 34 Menschen durch RaketeneinschlÀge ums Leben.

SchÀden an mehreren Orten in der Ukraine

In der Nacht auf Montag richteten russische Kampfdrohnen SchÀden in den ukrainischen Gebieten Odessa, Donezk, Dnipropetrowsk und Charkiw an, wie die ukrainische Luftwaffe mitteilte. In Odessa wurden mehrere Menschen verletzt. Das russische MilitÀr wehrte nach eigenen Angaben in der Nacht 52 ukrainische Kampfdrohnen ab.

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