Costa Rica, Wahl

Costa Rica wÀhlt konservative PrÀsidentin

02.02.2026 - 13:25:49

Nach 16 Jahren bekommt das mittelamerikanische Land wieder ein weibliches Staatsoberhaupt. Die Ex-Ministerin Laura Fernåndez will hart gegen die steigende KriminalitÀt durchgreifen.

  • Bislang hatte Costa Rica mit seinen rund fĂŒnf Millionen Einwohnern nur eine PrĂ€sidentin. - Foto: Francisco Canedo/XinHua/dpa

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  • Laura FernĂĄndez war als klare Favoritin ins Rennen gegangen.  - Foto: Carlos Borbon/AP/dpa

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Bislang hatte Costa Rica mit seinen rund fĂŒnf Millionen Einwohnern nur eine PrĂ€sidentin. - Foto: Francisco Canedo/XinHua/dpaLaura FernĂĄndez war als klare Favoritin ins Rennen gegangen.  - Foto: Carlos Borbon/AP/dpa

Die konservative Laura FernĂĄndez hat die PrĂ€sidentschaftswahl in Costa Rica nach vorlĂ€ufigen Ergebnissen klar gewonnen. Die Kandidatin der SouverĂ€nen Volkspartei (PPSO) kam auf gut 48 Prozent, wie das Oberste Wahlgericht nach der AuszĂ€hlung fast aller Stimmen mitteilte. FĂŒr einen Sieg im ersten Wahlgang sind in Costa Rica mindestens 40 Prozent der Stimmen nötig. 

Auf Platz zwei folgte mit gut 33 Prozent der Ökonom Álvaro Ramos von der sozialdemokratischen Nationalen Befreiungspartei. Insgesamt traten 20 Kandidaten in dem mittelamerikanischen Land um die Nachfolge von PrĂ€sident Rodrigo Chaves an. Rund 3,7 Millionen Menschen waren stimmberechtigt, die Wahlbeteiligung lag vorlĂ€ufig knapp unter 70 Prozent. Parallel wurde auch ein neues Parlament gewĂ€hlt. FernĂĄndez wird die RegierungsgeschĂ€fte am 8. Mai ĂŒbernehmen.

Vorgehen gegen KriminalitÀt

Die Politologin galt als Wunschkandidatin des amtierenden Mitte-Rechts-PrÀsidenten Chaves. Dieser konnte trotz seiner PopularitÀt nicht erneut kandidieren, da die Verfassung eine sofortige Wiederwahl nach einer vierjÀhrigen Amtszeit verbietet. 

«Costa Rica weiß, dass ich einen unerbittlichen Kampf fĂŒhren werde, damit unser Land den Weg des wirtschaftlichen Wachstums, der Freiheit und vor allem des Fortschritts weitergeht», sagte FernĂĄndez vor ihren AnhĂ€ngern. 

Die 39-jĂ€hrige Ex-Ministerin versprach angesichts der steigenden KriminalitĂ€t ein hartes Vorgehen gegen Verbrechergruppen in dem einst sicheren Urlaubsland. Unter anderem will sie Regionen, die besonders unter der Gewalt von DrogenhĂ€ndlern leiden, den Ausnahmezustand verhĂ€ngen. Zudem sollen Verbrecher kĂŒnftig in einem neuen HochsicherheitsgefĂ€ngnis inhaftiert werden.

FernĂĄndez setzt konservative Siegserie in Lasteinamerika fort

Fernåndez' Partei gilt in wirtschaftlichen Fragen als liberal und in sozialen Fragen als konservativ. Mit ihrem Erfolg setzt sich die Siegserie konservativer Kandidaten in Lateinamerika fort. Zuletzt gewannen rechte Bewerber bereits bei den Wahlen in Bolivien und Chile. 

Bislang hatte Costa Rica mit rund fĂŒnf Millionen Einwohnern nur eine PrĂ€sidentin: Laura Chinchilla regierte von 2010 bis 2014 und gewann als letzte Kandidatin bereits in der ersten Runde ohne Stichwahl.

@ dpa.de