Merz, UnterstĂŒtzung

Merz wirbt bei Xi um UnterstĂŒtzung fĂŒr Ukraine-Waffenruhe

23.05.2025 - 13:07:40

Nach dem ernĂŒchternden GesprĂ€ch zwischen Trump und Putin bemĂŒht sich Kanzler Merz weiter um eine Waffenruhe in der Ukraine. Er hofft dabei auf Hilfe aus Fernost.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat beim chinesischen PrĂ€sidenten Xi Jinping dafĂŒr geworben, die internationalen BemĂŒhungen um eine Waffenruhe im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu unterstĂŒtzen. Das teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius nach dem ersten Telefonat der beiden seit dem Amtsantritt des Kanzlers vor zweieinhalb Wochen mit.

China gilt als wichtigster VerbĂŒndeter Russlands. Die BemĂŒhungen der USA und der EuropĂ€er um eine Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine hatten bisher keinen Erfolg.

Merz und Xi hÀtten ihre Bereitschaft unterstrichen, bei der BewÀltigung globaler Herausforderungen partnerschaftlich zusammenzuarbeiten, teilte Kornelius weiter mit. Auch die Wirtschaftsbeziehungen beider LÀnder seien Thema gewesen. Der Kanzler habe dabei die Wichtigkeit von fairem Wettbewerb betont. Merz und Xi hÀtten vereinbart, «ihren direkten Austausch bald fortzusetzen, um die deutsch-chinesische Zusammenarbeit weiterzuentwickeln».

Xi betont Bedeutung der gegenseitigen Beziehungen 

Die chinesische Seite erwĂ€hnte das Thema Ukraine in ihrer Stellungnahme zu dem Austausch nur kurz. Deutlicher wurden betont, wie wichtig die gegenseitigen Beziehungen seien. Xi sagte demnach, dass die internationale Lage zunehmend von Unordnung und VerĂ€nderungen geprĂ€gt sei. Die strategische und globale Bedeutung der Beziehungen zwischen China und Deutschland sowie zwischen China und Europa wĂŒrde nun noch deutlicher.

China sei bereit, gemeinsam mit Deutschland ein neues Kapitel in der umfassenden strategischen Partnerschaft aufzuschlagen. Das politische Vertrauen mĂŒsse gestĂ€rkt und die WiderstandsfĂ€higkeit der bilateralen Beziehungen erhöht werden. China betrachte Deutschland als Partner und freue sich ĂŒber dessen Entwicklung und Wohlstand.

@ dpa.de