Papst, Oberhaupt

Der Papst: Oberhaupt der Kirche und des kleinsten Staates

21.04.2025 - 10:27:53

Nach dem katholischen SelbstverstÀndnis beansprucht ein Papst die Nachfolge des Apostels Petrus aus der Zeit Jesu Christi. Heute steht das Kirchenoberhaupt mehr als einer Milliarde Christen vor.

Der Papst (griechisch: «pappas», «Vater») ist das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche mit weltweit rund 1,4 Milliarden GlÀubigen. Die Kirche spricht vom Stellvertreter Jesu Christi auf Erden. Der Papst ist Bischof von Rom und Oberhaupt des Vatikans, des kleinsten Staates der Welt. Er ist als SouverÀn des Kirchenstaates der letzte absolute Monarch Europas.

Nach katholischem Kirchenrecht herrscht ein Papst uneingeschrÀnkt, und seine Macht ist unteilbar. Die pÀpstliche Unfehlbarkeit wurde 1870 vom Ersten Vatikanischen Konzil zum Dogma erhoben.

Der erste Papst

Die ĂŒbliche Anrede ist «Heiliger Vater» oder «Eure Heiligkeit». Oft wird er auch Pontifex genannt, wörtlich aus dem Lateinischen ĂŒbersetzt: der BrĂŒckenbauer. Der Glaubenslehre zufolge ist er Nachfolger des Apostels Petrus, der noch von Jesus eingesetzt wurde. Daher gilt Petrus als erster Papst.

Franziskus war offiziell der 266. AmtstrĂ€ger. Doch bis zum Ende des Mittelalters gab es noch Dutzende weitere kirchenhistorisch relevante PĂ€pste. Die sogenannten GegenpĂ€pste wurden wĂ€hrend der Amtszeit eines gemĂ€ĂŸ dem Kirchenrecht gewĂ€hlten Papstes von bestimmten AutoritĂ€ten zum Kirchenoberhaupt ernannt.

@ dpa.de