EU-Spitzenpolitiker, Engagement

EU-Spitzenpolitiker fordern stÀrkeres Engagement in der Arktis

08.02.2025 - 10:13:28 | dts-nachrichtenagentur.de

Nach den Drohungen von US-PrĂ€sident Donald Trump, Grönland zu ĂŒbernehmen, fordern europĂ€ische Spitzenpolitiker ein stĂ€rkeres Engagement in der Arktis.

EU-Fahnen (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
EU-Fahnen (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Die Grenzen der EuropĂ€ischen Union sind nicht verhandelbar", sagte der französische Außenminister Jean-Noel Barrot der "Welt am Sonntag". Man mĂŒsse jedoch anerkennen, dass die Arktis eine bedeutende Rolle fĂŒr die Sicherheit des Westens spiele, vor allem aufgrund der De-facto-Allianz zwischen Russland und China. "Sollte man", fragte Barrot, "angesichts dieser neuen Bedrohungen einfach abwarten?" Die Antwort laute Nein. Top-Entscheider in BrĂŒssel betrachten die Gedankenspiele in Washington als Weckruf fĂŒr die EU. "PrĂ€sident Trump hĂ€lt Europa ein StĂŒck weit den Spiegel vor", sagte Manfred Weber, Chef der christdemokratischen EuropĂ€ischen Volkspartei (EVP), der "Welt am Sonntag".

Der Kontinent mĂŒsse geostrategisch auftreten. "Trump unterstreicht zu Recht die Bedeutung Grönlands", so Weber. "Diese wurde von Europa bisher nicht diskutiert." Der EVP-Chef pochte zugleich auf ein entschlossenes Vorgehen der EU, sollte Trump Zölle auf dĂ€nische Produkte verhĂ€ngen, um die Regierung in Kopenhagen zu einem Verkauf Grönlands zu bewegen. "DĂ€nemarks Interessen sind Europas Interessen, wir lassen uns nicht auseinanderdividieren", sagte Weber. "Zölle gegen DĂ€nemark mĂŒssten gemeinsam beantwortet werden."

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