Bundesregierung, Harvard-Studenten

Bundesregierung wirbt um Harvard-Studenten

23.05.2025 - 17:15:13

Nach der Entscheidung der Trump-Regierung, der US-EliteuniversitÀt Harvard die Aufnahme auslÀndischer Studenten zu verbieten, ruft die Bundesregierung zur Forschung in Deutschland auf.

"Jenseits von Harvard gibt es auch bei uns exzellente Hochschulen und Forschungseinrichtungen, an denen internationale Talente sehr willkommen sind", sagte der Parlamentarische StaatssekretĂ€r im Digitalministerium, Thomas Jarzombek (CDU), der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe). Gerade im Bereich KĂŒnstliche Intelligenz und Digitalisierung "bieten deutsche Hochschulen sowie die außeruniversitĂ€ren Einrichtungen Top-Bedingungen". "Wir wollen jetzt kĂ€mpfen um die internationalen Talente, die nach anderen Standorten suchen als etwa in den USA." Dazu diene auch das im Koalitionsvertrag vereinbarte 1.000-Köpfe-Programm, mit dem man die Basis gelegt habe, um Forscher aus dem Ausland zu gewinnen, sagte Jarzombek. Der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Oliver Kaczmarek, sieht im Vorgehen der Trump-Regierung gegen die UniversitĂ€t Harvard unterdessen einen weiteren Ausstieg aus der internationalen Zusammenarbeit.

"Es ist bedauernswert, dass sich die USA mehr und mehr vom Gedanken der internationalen Kooperation zu verabschieden scheinen", sagte Kaczmarek der Zeitung. Kaczmarek ergĂ€nzte: "Wir bieten ein attraktives Forschungsumfeld auch fĂŒr diejenigen, die sich nun leider Alternativen zu den USA suchen mĂŒssen." Wissenschaft sei international und lebe von der Kooperation ĂŒber Grenzen hinweg. "Deutschland ist offen fĂŒr Talente aus der Wissenschaft und wir werden unsere Willkommenskultur mit einem 1.000-Köpfe-Programm weiter stĂ€rken", so der SPD-Politiker.

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