Venezuela, USA

Venezuelas neue Regierung bereit zu Kooperation mit USA

05.01.2026 - 04:10:43

Nach der Festnahme von PrÀsident Maduro gab sich seine Nachfolgerin zunÀchst unversöhnlich. Jetzt scheint sie Washington die Hand auszustrecken. Die Zukunft des Landes ist aber noch immer ungewiss.

Nach der Gefangennahme des autoritĂ€ren Staatschefs NicolĂĄs Maduro zeigt sich die neue venezolanische Regierung nun bereit zu einer Zusammenarbeit mit den USA. «Wir laden die Regierung der Vereinigten Staaten ein, gemeinsam an einer Agenda der Kooperation zu arbeiten, die auf gemeinsame Entwicklung ausgerichtet ist und im Rahmen des Völkerrechts ein dauerhaftes Zusammenleben in der Gemeinschaft stĂ€rkt», hieß es in einer von der geschĂ€ftsfĂŒhrenden PrĂ€sidentin Delcy RodrĂ­guez auf Instagram veröffentlichten Mitteilung. RodrĂ­guez hatte sich unmittelbar nach dem US-Angriff zunĂ€chst unbeugsam gezeigt.

«Unsere Völker und unsere Region verdienen Frieden und Dialog, keinen Krieg», schrieb sie nun an US-PrÀsident Donald Trump gerichtet. «Das war schon immer die Haltung von PrÀsident Nicolås Maduro und ist derzeit die Haltung ganz Venezuelas.» Sie forderte eine von Respekt geprÀgte Beziehung zwischen den USA und Venezuela, die auf souverÀner Gleichheit und Nichteinmischung basiert.

USA beanspruchen FĂŒhrungsrolle in Venezuela

Die USA hatten in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, PrĂ€sident Maduro gefangen genommen und außer Landes gebracht. Ihm soll in New York wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden. US-PrĂ€sident Trump kĂŒndigte an, die Vereinigten Staaten wĂŒrden Venezuela nun vorĂŒbergehend fĂŒhren.

Venezuelas Oberster Gerichtshof ermĂ€chtigte die bisherige VizeprĂ€sidentin RodrĂ­guez, die Aufgaben des Staatschefs vorĂŒbergehend wahrzunehmen. Die ĂŒberzeugte Sozialistin gab sich zunĂ€chst unbeugsam. Sie forderte Maduros Freilassung und bezeichnete den US-Angriff als Verstoß gegen die UN-Charta. «Wir werden nie wieder Sklaven sein», sagte sie in Richtung Trump.

@ dpa.de