USA, Iran

USA verhÀngen neue Sanktionen gegen iranische Politiker

30.01.2026 - 19:01:55

Nach der Niederschlagung der Proteste im Iran kĂŒndigt das US-Finanzministerium neue Sanktionen an. Besonders betroffen ist Irans Innenminister, erstmals geraten auch Kryptobörsen ins Visier.

Nach dem brutalen Vorgehen gegen Demonstranten im Iran haben die USA neue Sanktionen gegen ranghohe Vertreter der iranischen FĂŒhrung verhĂ€ngt. Im Fokus steht dabei Irans Innenminister Eskandar Momeni, der fĂŒr die gewaltsame Niederschlagung landesweiter Proteste verantwortlich sein soll, wie es in der Pressemitteilung des US-Finanzministeriums heißt. Momeni beaufsichtigt demnach die iranischen SicherheitskrĂ€fte, denen Washington die Tötung Tausender Demonstranten zuschreibt.

Die Strafmaßnahmen richten sich zudem gegen mehrere Kommandeure der iranischen Revolutionsgarden sowie gegen den Investor Babak Morteza Zanjani. Dieser soll MilliardenbetrĂ€ge aus dem ÖlgeschĂ€ft veruntreut und der Regierung in Teheran ĂŒber verdeckte Finanzstrukturen zur VerfĂŒgung gestellt haben. Erstmals belegten die USA auch zwei mit Zanjani verbundene Kryptobörsen mit Sanktionen.

Nach Angaben des Finanzministeriums werden Vermögenswerte in den USA eingefroren, GeschĂ€ftsbeziehungen untersagt und ReisebeschrĂ€nkungen verhĂ€ngt. Die Regierung von US-PrĂ€sident Donald Trump bekrĂ€ftigte, sie stehe an der Seite der iranischen Bevölkerung und werde den Druck auf die FĂŒhrung in Teheran weiter erhöhen.

Brutales Vorgehen gegen Proteste 

Ausgelöst wurde die aktuelle Protestwelle Ende Dezember durch eine schwere Wirtschaftskrise im Iran. Die Regierung zeigte sich zunÀchst kompromissbereit. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Protesten gegen das autoritÀre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. In StÀdten kam es zu heftigen Ausschreitungen und schweren Unruhen. Der Sicherheitsapparat reagierte mit brutaler HÀrte. 

Trump hatte den Demonstranten öffentlich den RĂŒcken gestĂ€rkt und der iranischen Regierung mehrfach mit einem militĂ€rischen Eingreifen gedroht. Vergangene Woche kĂŒndigte er an, dass seine Regierung Importe aus allen LĂ€ndern, die GeschĂ€fte mit dem Iran machen, mit einem neuen Strafzoll in Höhe von 25 Prozent des Warenwerts belegen wolle. Auch die EU hatte Ă€hnlich auf das Vorgehen der iranischen Regierung reagiert: Neben der Listung der Revolutionsgarden als Terrororganisation wurden 31 Akteure aus dem Iran, einschließlich Innenminister Momeni, mit Sanktionen belegt.

@ dpa.de

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