Maduro, USA

Maduro wirft USA Einmischung in innere Angelegenheiten vor

02.08.2024 - 14:54:23

Nach der umstrittenen PrÀsidentenwahl in Venezuela erkennt Washington den Oppositionskandidaten als Sieger an. Der autoritÀre Staatschef wittert ein Komplott. Er will die Macht nicht abgeben.

Venezuelas autoritÀrer PrÀsident Nicolås Maduro hat die Anerkennung des Oppositionskandidaten Edmundo Gonzålez Urrutia als Sieger der umstrittenen PrÀsidentenwahl durch die USA verurteilt. «Die Vereinigten Staaten sollten ihre Nase nicht in unsere Angelegenheiten stecken, denn in Venezuela bestimmt das souverÀne Volk», sagte der Staatschef. «Sind die USA vielleicht das Wahlamt? Der faschistische DÀmon ist das Wahlamt?»

Die regierungstreue Wahlbehörde hatte den seit 2013 regierenden Sozialisten Maduro zum Sieger der Wahl am Sonntag erklĂ€rt. Allerdings veröffentlichte sie bislang nicht die aufgeschlĂŒsselten Resultate der einzelnen Stimmbezirke. Die Opposition wirft der Regierung WahlfĂ€lschung vor und reklamiert den Sieg fĂŒr GonzĂĄlez. Auch die USA, die EU, die Organisation Amerikanischer Staaten und eine Reihe lateinamerikanischer Staaten zweifeln das offizielle Wahlergebnis an.

 

«Angesichts der ĂŒberwĂ€ltigenden Beweise ist es fĂŒr die Vereinigten Staaten und vor allem fĂŒr das venezolanische Volk klar, dass Edmundo GonzĂĄlez Urrutia bei der PrĂ€sidentenwahl am 28. Juli in Venezuela die meisten Stimmen erhalten hat», teilte US-Außenminister Antony Blinken mit. Es sei jetzt an der Zeit, dass die Parteien in dem sĂŒdamerikanischen Land GesprĂ€che ĂŒber einen «friedlichen Übergang» aufnehmen.

Maduro warf der Opposition vor, gemeinsam mit den USA ein Komplott gegen ihn zu schmieden und einen Umsturz zu planen. «Edmundo Gonzålez Urrutia ist ein Mörder und ein Agent der CIA», sagte der Staatschef vor AnhÀngern im PrÀsidentenpalast Miraflores. 

@ dpa.de