USA, Regierung

Sprecher: Clinton wusste nichts von Taten in Epstein-AffÀre

20.12.2025 - 04:39:32 | dpa.de

Nach Druck beugte sich US-PrÀsident Trump und unterschrieb ein Gesetz zur Freigabe von Epstein-Akten. Das Justizministerium hat mit der Veröffentlichung begonnen. Eine Person taucht besonders oft auf.

Ein Sprecher des Ex-US-PrĂ€sidenten Ă€ußert sich zu den veröffentlichten Fotos (Archivbild). - Bild: Andres Kudacki/FR170905 AP/dpa
Ein Sprecher des Ex-US-PrĂ€sidenten Ă€ußert sich zu den veröffentlichten Fotos (Archivbild). - Bild: Andres Kudacki/FR170905 AP/dpa

Ein Sprecher von Ex-US-PrĂ€sident Bill Clinton hat das US-Justizministerium fĂŒr die Veröffentlichung zahlreicher Fotos des Demokraten im Kontext des Skandals um SexualstraftĂ€ter Jeffrey Epstein kritisiert. Es gebe zwei Gruppen von Menschen, schrieb Angel Urena auf X. Eine erste Gruppe, die nichts gewusst und die Beziehung zu Epstein abgebrochen habe, bevor dessen kriminelle Taten ans Licht kamen. Und eine zweite Gruppe, die auch danach ihre Beziehungen zu ihm weitergefĂŒhrt habe. «Wir gehören zur ersten Gruppe.» Keine noch so große Verzögerungstaktik von Menschen aus der zweiten Gruppe werde daran etwas Ă€ndern, schrieb er weiter.

Am Freitagnachmittag (Ortszeit) hatte das Justizministerium eine große Datenmenge an Fotos und Dokumenten rund um den Fall des 2019 gestorbenen SexualstraftĂ€ters Epstein auf seiner Webseite veröffentlicht - kurz vor Ablauf einer Frist, die die Veröffentlichung per Gesetz vorgegeben hatte.

Auf zahlreichen Aufnahmen ist Clinton zu sehen - etwa beim Schwimmen im Pool mit Epsteins langjÀhriger Vertrauten Ghislaine Maxwell. Auf anderen Aufnahmen sieht man ihn ohne Bezug zu Epstein und Maxwell.

Der republikanische US-PrĂ€sident Donald Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder versucht, die Aufmerksamkeit auf Clinton zu lenken. Dabei behauptete er, dass dieser auf einer Privatinsel Epsteins gewesen sei. Trumps Stabschefin Susie Wiles widersprach dieser Darstellung: «Es gibt keine Beweise dafĂŒr», sagte sie dem Magazin «Vanity Fair». Clintons Sprecher hatte bereits vor Jahren erklĂ€rt, Clinton sei «nie auf Little St. James Island, Epsteins Ranch in New Mexico, oder in seiner Residenz in Florida» gewesen.

Der Fall Epstein beschĂ€ftigt die Öffentlichkeit seit vielen Jahren. Der einflussreiche US-MultimillionĂ€r aus New York hatte jahrelang einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und MinderjĂ€hrige zum Opfer fielen. Über mehrere Jahre hinweg soll Epstein minderjĂ€hrige MĂ€dchen etwa in New York und Florida auch selbst missbraucht haben. Er starb mit 66 Jahren in seiner GefĂ€ngniszelle.

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