MilitÀreinsatz, Berg-Karabach

Treffen mit Siegern: Karabach-Armenier besiegeln Niederlage

21.09.2023 - 11:59:33 | dpa.de

Nach heftigen aserbaidschanischen Angriffen haben sich die militÀrisch unterlegenen Armenier in Berg-Karabach ergeben. In Aserbaidschan werden die Bedingungen der Niederlage ausgehandelt.

  • Videostandbild des aserbaidschanischen Verteidigungsministeriums: Rauch steigt ĂŒber einem Gebiet auf, in dem sich nach aserbaidschanischen Angaben Stellungen der armenischen StreitkrĂ€fte befinden. - Foto: ---/Defense Ministry of Azerbaijan/AP/dpa
  • Ein beschĂ€digtes Wohnhaus in Stepanakert nach dem Beschuss. - Foto: Siranush Sargsyan/AP/dpa
  • Videostandbild des aserbaidschanischen Verteidigungsministeriums. Hier sollen armenischen StreitkrĂ€fte angegriffen worden sein. - Foto: Uncredited/Defense Ministry of Azerbaijan/AP/dpa
  • Der aserbaidschanische PrĂ€sident Ilham Aliyev hat den Einsatz seiner Truppen gegen das von Armeniern bewohnte Gebiet Berg-Karabach fĂŒr beendet erklĂ€rt. - Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
  • Vertreter der armenischen Gemeinschaft aus Berg-Karabach, der aserbaidschanischen Regierung und ein Vertreter des russischen Friedenskontingents nehmen an den GesprĂ€chen in Yevlax teil. - Foto: Roman Ismailov/Azerbaijan State News Agency AZERTAC/AP/dpa
  • Auf dem Videostandbild des russischen Verteidigungsministeriums treffen ethnische Armenier in einem Lager der russischen Truppen in der NĂ€he von Stepanakert ein. - Foto: Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa
Videostandbild des aserbaidschanischen Verteidigungsministeriums: Rauch steigt ĂŒber einem Gebiet auf, in dem sich nach aserbaidschanischen Angaben Stellungen der armenischen StreitkrĂ€fte befinden. - Foto: ---/Defense Ministry of Azerbaijan/AP/dpa Ein beschĂ€digtes Wohnhaus in Stepanakert nach dem Beschuss. - Foto: Siranush Sargsyan/AP/dpa Videostandbild des aserbaidschanischen Verteidigungsministeriums. Hier sollen armenischen StreitkrĂ€fte angegriffen worden sein. - Foto: Uncredited/Defense Ministry of Azerbaijan/AP/dpa Der aserbaidschanische PrĂ€sident Ilham Aliyev hat den Einsatz seiner Truppen gegen das von Armeniern bewohnte Gebiet Berg-Karabach fĂŒr beendet erklĂ€rt. - Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa Vertreter der armenischen Gemeinschaft aus Berg-Karabach, der aserbaidschanischen Regierung und ein Vertreter des russischen Friedenskontingents nehmen an den GesprĂ€chen in Yevlax teil. - Foto: Roman Ismailov/Azerbaijan State News Agency AZERTAC/AP/dpa Auf dem Videostandbild des russischen Verteidigungsministeriums treffen ethnische Armenier in einem Lager der russischen Truppen in der NĂ€he von Stepanakert ein. - Foto: Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

Nach den jĂŒngsten KĂ€mpfen um die Region Berg-Karabach im SĂŒdkaukasus haben die aserbaidschanischen Sieger und die unterlegenen Armenier eine erste Verhandlungsrunde beendet. In der Stadt Yevlax seien unter anderem «Fragen der Wiedereingliederung der armenischen Bevölkerung Karabachs» besprochen worden, teilte die PrĂ€sidialverwaltung des autoritĂ€r gefĂŒhrten Aserbaidschans heute mit. In KĂŒrze solle es ein weiteres Treffen geben.

Furcht vor Vertreibung

Aserbaidschan hatte die zwar auf seinem Staatsgebiet gelegene, aber mehrheitlich von Armeniern bewohnte Region Berg-Karabach seit Dienstagmorgen mit Raketen und Artillerie angegriffen, um sie zu erobern. Gestern gaben die militĂ€risch unterlegenen Armenier auf. Viele von ihnen befĂŒrchten nun, aus ihrer Heimat vertrieben oder - wenn sie bleiben - zum Ziel aserbaidschanischer Gewalt zu werden. Durch die KĂ€mpfe der vergangenen Tage wurden laut armenischen Medien mindestens 200 Menschen getötet und mehr als 400 verletzt.

An den Verhandlungen zwischen Aserbaidschanern und Karabach-Armeniern nahmen auch russische Soldaten teil, die in der Region stationiert sind und eigentlich eine 2020 vereinbarte Waffenruhe ĂŒberwachen sollten. Viele Armenier werfen ihrer traditionellen Schutzmacht Russland, die ihre KrĂ€fte derzeit vor allem fĂŒr ihren eigenen Angriffskrieg gegen die Ukraine braucht, vor, sie nun angesichts der jĂŒngsten aserbaidschanischen Aggression im Stich gelassen zu haben.

HumanitÀre Lage katastrophal

Kremlsprecher Dmitri Peskow teilte mit, es sei noch nicht abzusehen, wann ein Friedensvertrag zwischen Armenien und Aserbaidschan unterschrieben werden könne. Er sprach aber von «erheblichen Fortschritten» bei den Verhandlungen. Zugleich seien aber derzeit noch keine GesprĂ€che zu einer möglichen Auflösung der aserbaidschanischen Blockade der einzigen armenischen Zufahrtsstraße nach Berg-Karabach geplant.

Diese Straße, der Latschin-Korridor, wird bereits seit Monaten von Aserbaidschanern abgeriegelt, weshalb die humanitĂ€re Lage in Berg-Karabach schon vor Beginn der jĂŒngsten Angriffe als katastrophal galt. Bei den Verhandlungen in Yevlax sicherte die aserbaidschanische Seite nun eigenen Angaben zufolge immerhin zu, dringend benötigten Treibstoff in die Region zu liefern.

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