USA, Regierung

Vertreter beider US-Parteien kritisieren geschwÀrzte Akten

20.12.2025 - 04:01:20

Nach massivem Druck beugte sich US-PrÀsident Trump und unterschrieb ein Gesetz zur Freigabe von Epstein-Akten. Jetzt hat das Justizministerium mit der Veröffentlichung begonnen und erntet Kritik.

Die Initiatoren des Gesetzes fĂŒr eine Veröffentlichung der Ermittlungsakten im Skandal um SexualstraftĂ€ter Jeffrey Epstein haben dem US-Justizministerium vorgeworfen, Informationen zurĂŒckzuhalten. Der demokratische Kongressabgeordnete Ro Khanna sagte in einem auf X veröffentlichen Video, dass ein 119 Seiten langes Dokument mit Zeugenaussagen ohne jede ErklĂ€rung komplett geschwĂ€rzt worden sei. Man werde mit den Epstein-Opfern zusammenarbeiten, um die vollstĂ€ndige Freigabe der Ermittlungsakten zu erwirken. UnterstĂŒtzung erhielt Khanna von dem Republikaner Thomas Massie, der die Gesetzesinitiative zusammen mit dem Demokraten angestoßen hatte.

Auch der demokratische MinderheitsfĂŒhrer im US-Senat, Chuck Schumer, beklagte auf der Plattform X, dass das Justizministerium «nur einen Bruchteil der gesamten Beweismittel» veröffentlicht habe. Man werde alle Möglichkeiten ausschöpfen, um sicherzustellen, dass die Wahrheit ans Licht komme. Der demokratische Abgeordnete Robert Garcia warf US-PrĂ€sident Donald Trump und Justizministerin Pam Bondi Vertuschung vor.

Am Freitagnachmittag (Ortszeit) hatte das Justizministerium eine große Datenmenge an Fotos und Dokumenten zum Fall des 2019 gestorbenen SexualstraftĂ€ters Epstein auf seiner Webseite veröffentlicht - kurz vor Ablauf einer Frist, die die Veröffentlichung per Gesetz vorgegeben hatte.

Der Fall Epstein beschĂ€ftigt die Öffentlichkeit seit vielen Jahren. Der einflussreiche US-MultimillionĂ€r aus New York hatte jahrelang einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und MinderjĂ€hrige zum Opfer fielen. Über mehrere Jahre hinweg soll Epstein minderjĂ€hrige MĂ€dchen etwa in New York und Florida auch selbst missbraucht haben. Er starb mit 66 Jahren in seiner GefĂ€ngniszelle. Im Obduktionsbericht wurde Suizid als Todesursache genannt. Der Finanzier hatte beste Kontakte in die High Society, was viele Spekulationen ĂŒber die Tragweite des Skandals auslöste.

@ dpa.de

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