Trump hĂ€lt Umsiedlung von PalĂ€stinensern fĂŒr beste Lösung
04.02.2025 - 22:44:50US-PrĂ€sident Donald Trump hĂ€lt die umstrittene Umsiedlung von PalĂ€stinensern aus dem vom Krieg gezeichneten Gazastreifen in arabische NachbarlĂ€nder fĂŒr die beste Lösung. «Ich denke, sie sollten ein gutes, frisches, schönes StĂŒck Land bekommen, und wir finden Leute, die Geld geben, um es aufzubauen und es schön zu machen, und lebenswert und angenehm», sagte Trump im WeiĂen Haus.Â
Bisher hĂ€tten die Menschen aus dem Gazastreifen keine andere Option, als in ihre Heimat zurĂŒckzukehren, die einem Abrissgebiet gleiche, sagte Trump. Wenn es aber eine Alternative gĂ€be, wĂŒrden die Menschen diese auch annehmen, mutmaĂte Trump. «Diese Gaza-Sache hat nie funktioniert», sagte Trump vor einem Treffen mit dem israelischen MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu.Â
Die PlĂ€ne Trumps sind höchst umstritten. Die PalĂ€stinenser lehnen sie ab, genauso wie die NachbarlĂ€nder Jordanien und Ăgypten. Die islamistische Hamas warf Trump «Rassismus» vor. «Wir lehnen die ĂuĂerungen von US-PrĂ€sident Donald Trump ab, in denen er die palĂ€stinensische Bevölkerung im Gazastreifen auffordert, ihre Heimat unter dem Vorwand des Wiederaufbaus zu verlassen», sagte ein Mitglied des Hamas-PolitbĂŒros, Issat al-Rischk. Trumps ĂuĂerungen seien der unverhohlene Versuch, den PalĂ€stinensern ihre unverĂ€uĂerlichen nationalen Rechte zu verweigern.
Ăhnlich Ă€uĂerte sich auch das fĂŒhrende Hamas-Mitglied Sami Abu Suhri. «Wir halten das fĂŒr ein Rezept, das Chaos und Spannungen in der Region hervorrufen wird, denn die Bevölkerung des Gazastreifens wird diese PlĂ€ne nicht zulassen. Was wir brauchen, ist die Beendigung der Besatzung und der Aggression gegen unser Volk, nicht die Vertreibung aus seinem Land», sagte Suhri.
Inzwischen sind nach UN-Angaben Hunderttausende PalĂ€stinenser bereits in den Norden, den am stĂ€rksten vom Krieg verwĂŒsteten Teil des abgeriegelten KĂŒstenstreifens, zurĂŒckgekehrt und versuchen dort, ein neues Leben aufzubauen.
Der US-Sondergesandte fĂŒr den Nahen Osten, Steve Witkoff, hatte nach seiner RĂŒckkehr von einem Besuch im Gazastreifen erklĂ€rt, der Wiederaufbau werde bis zu 15 Jahre dauern. Das Leben dort sei nach mehr als 15 Monaten Krieg praktisch unmöglich, alleine wegen der Gefahr durch Zehntausende BlindgĂ€nger. Die Versorgung mit Trinkwasser, Energie und Benzin sei zusammengebrochen.


