Haftbefehl gegen suspendierten PrÀsidenten Yoon verlÀngert
07.01.2025 - 12:50:16Ein Gericht in der sĂŒdkoreanischen Hauptstadt Seoul hat auf Antrag der Anti-Korruptionsbehörde (CIO) den Haftbefehl gegen den suspendierten PrĂ€sidenten Yoon Suk Yeol verlĂ€ngert. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf lokale Beamte. Mit der VerlĂ€ngerung werde die CIO voraussichtlich bald erneut versuchen, den Haftbefehl gegen Yoon zu vollstrecken, schrieb Yonhap weiter.
Der ursprĂŒngliche Haftbefehl gegen Yoon war Montagmitternacht (Ortszeit) ausgelaufen, nachdem es den Beamten der CIO nicht gelungen war, den suspendierten PrĂ€sidenten festzunehmen.Â
Zuletzt hatten am Freitag Dutzende Ermittler mehr als fĂŒnf Stunden lang versucht, Yoon festzunehmen, um ihn im Fall um die kurzzeitige VerhĂ€ngung des Kriegsrechts Anfang Dezember zu befragen. Auf dem GelĂ€nde der Residenz des PrĂ€sidenten stellten sich ihnen jedoch etwa 200 Mitglieder der Armee und des Sicherheitsdienstes in den Weg. Aus SicherheitsgrĂŒnden wurde der Festnahme-Versuch schlieĂlich abgebrochen.
Yoon wird Machtmissbrauch und Aufruhr vorgeworfen
Yoon befindet sich weiterhin in seinem durch hohe Mauern abgeschirmten Wohnsitz, der von Dutzenden Mitarbeitern des prĂ€sidialen Sicherheitsdienstes bewacht wird. Zudem kampieren Hunderte UnterstĂŒtzer des suspendierten PrĂ€sidenten vor der Einfahrt des Anwesens.Â
Hintergrund des Haftbefehls sind Ermittlungen gegen Yoon, nachdem dieser am 3. Dezember in einem Haushaltsstreit mit der Opposition kurzzeitig das Kriegsrecht ausgerufen hatte. SpĂ€ter stimmte das Parlament fĂŒr seine Amtsenthebung. Derzeit ĂŒberprĂŒft das Verfassungsgericht diese Entscheidung. VorĂŒbergehend fĂŒhrt der bisherige Finanzminister und Vize-MinisterprĂ€sident Choi Sang Mok die StaatsgeschĂ€fte.
Die VorwĂŒrfe gegen Yoon lauten auf Machtmissbrauch und Aufruhr. Vor dem Festnahme-Versuch hatte er drei Vorladungen der Anti-Korruptionsbehörde ignoriert. Diese beantragte schlieĂlich bei einem Gericht einen Haftbefehl.





