Selenskyjs, Gesetz

Selenskyjs Gesetz stellt KorruptionsbekÀmpfer zufrieden

24.07.2025 - 19:27:26 | dpa.de

Nach zwei Tagen Protest lenkt der ukrainische PrÀsident Selenskyj ein und reicht einen Gesetzentwurf ein, der die Vollmachten der KorruptionsbekÀmpfer wiederherstellt. Spielt das Parlament mit?

Nach wenigen Tagen rudert der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj zurĂŒck und will mit einem neuen Gesetz die Vollmachten von KorruptionsbekĂ€mpfern wiederherstellen. (Archivbild) - Foto: Michael Kappeler/dpa
Nach wenigen Tagen rudert der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj zurĂŒck und will mit einem neuen Gesetz die Vollmachten von KorruptionsbekĂ€mpfern wiederherstellen. (Archivbild) - Foto: Michael Kappeler/dpa

Nach einer großen Protestwelle hat der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj ein neues Gesetz zur Wiederherstellung der Vollmachten und der UnabhĂ€ngigkeit von Antikorruptionsbehörden im Parlament eingereicht. «Der Gesetzentwurf stellt alle prozessualen Vollmachten wieder her und garantiert die UnabhĂ€ngigkeit vom Nationalen AntikorruptionsbĂŒro (NABU) und der Spezialisierten Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP)», schrieben die beiden Behörden nach Bekanntwerden des Gesetzestextes auf ihren TelegramkanĂ€len. NABU und SAP waren demnach an der Ausarbeitung des Gesetzentwurfs beteiligt.

Ein Zeitpunkt der Abstimmung war zunÀchst nicht klar. ParlamentsprÀsident Ruslan Stefantschuk versprach bei Facebook, das Dokument in der nÀchsten Parlamentssitzung zur Abstimmung zu stellen. Abgeordneten zufolge ist die Oberste Rada allerdings erst einmal bis Mitte August in den Sommerferien.

Bei einer Verabschiedung der Novelle durch die Oberste Rada wĂŒrde damit ein erst am Dienstag im Eilverfahren beschlossenes Gesetz korrigiert. Das umstrittene Gesetz hatte die beiden Organe faktisch der Generalstaatsanwaltschaft unterstellt. Daraufhin gab es landesweit Proteste mit Tausenden Teilnehmern, die eine Wiederherstellung der Vollmachten fĂŒr NABU und SAP forderten. 

Auch in der EU war die GesetzesĂ€nderung auf UnverstĂ€ndnis gestoßen. Beide Behörden waren 2015 mit westlicher Hilfe gegrĂŒndet worden, um die notorische Korruption vor allem bei hochrangigen Politikern und in der Verwaltung zu bekĂ€mpfen. Das osteuropĂ€ische Land gilt der Nichtregierungsorganisation Transparency International nach dennoch als eines der korruptesten LĂ€nder Europas.

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