Grönland, USA

Insider: USA sollen MilitĂ€rbasen auf Grönland ĂŒbernehmen

21.01.2026 - 23:05:12 | dts-nachrichtenagentur.de

Nachdem US-PrĂ€sident Donald Trump seine Zoll-Drohung gegen DĂ€nemark und weitere europĂ€ische Staaten zurĂŒckgenommen und eine Einigung angekĂŒndigt hat, sickern erste Details durch.

US-Fahne am Hauptquartier des Arktisk Kommando auf Grönland - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Aus Nato-Kreisen hieß es, Rutte habe einen Vorschlag eingebracht, der neben der Einrichtung einer neuen Überwachungsmission der Allianz im hohen Norden auch die Übernahme von MilitĂ€rbasen in Grönland durch die USA vorsieht, wie die FAZ schreibt.

Entsprechende Überlegungen gab es wohl auch schon vorher. Zwei Quellen aus Nato-Kreisen hĂ€tten der Zeitung nun bestĂ€tigt, dass sich dieser Plan am Vorbild der britischen MilitĂ€rbasen auf Zypern orientiere, hieß es. Dort verfĂŒgt die Regierung in London ĂŒber zwei LuftwaffenstĂŒtzpunkte, Akrotiri und Dhekelia, die zum britischen Staatsgebiet gehören. Diese Gebiete blieben beim Vereinigten Königreich, als die Kolonie Zypern 1960 in die UnabhĂ€ngigkeit entlassen wurde. Ihr Status ist in dem Vertrag geregelt, mit dem die Republik Zypern geschaffen wurde. Die beiden MilitĂ€rstĂŒtzpunkte werden als britisches Überseegebiet gefĂŒhrt und stehen als "Sovereign Base Areas" unter der Verwaltung des britischen Verteidigungsministeriums. Sie dĂŒrfen allein fĂŒr militĂ€rische Zwecke genutzt, also nicht wirtschaftlich ausgebeutet werden. Und sie sind kein eigener Staat.

Derzeit sind die USA nur auf einem StĂŒtzpunkt in Grönland prĂ€sent, der dem Weltraumkommando untersteht: der "Pituffik Space Base", die frĂŒher "Thule Air Base" hieß. Im Kalten Krieg unterhielt Washington insgesamt 17 StĂŒtzpunkte auf der Insel. GrundsĂ€tzlich haben sich die Regierungen in Kopenhagen und Nuuk dafĂŒr offen gezeigt, dass Washington seine militĂ€rische PrĂ€senz wieder erhöht. GemĂ€ĂŸ einer Vereinbarung von 2004 wĂ€re das auch problemlos möglich.

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