Nato-GeneralsekretĂ€r hĂ€lt Einsatz im Persischen Golf fĂŒr möglich
01.07.2026 - 20:22:26 | dts-nachrichtenagentur.deZwar sei ein Nato-Engagement nicht die erste Sache, an die man denken sollte. Die Nato sei aber in ihrer Geschichte schon auĂerhalb ihres Territoriums tĂ€tig gewesen.
Rutte Ă€uĂerte sich vor dem Gipfeltreffen der Nato in Ankara. Er ist derzeit bemĂŒht, US-PrĂ€sident Donald Trump vom Wert der transatlantischen Allianz zu ĂŒberzeugen. Trump wirft den europĂ€ischen BĂŒndnispartnern vor, die USA im Irankrieg im Stich gelassen zu haben. Die EuropĂ€er haben sich jedoch bereit erklĂ€rt, einen Marine-Einsatz zur RĂ€umung von Seeminen in der StraĂe von Hormus zu organisieren.
"Im Moment sieht es danach aus, als ob die von den Franzosen und Briten gefĂŒhrte Koalition groĂartige Arbeit leistet", sagte Rutte. Eine Nato-Mission werde kurzfristig kaum möglich sein, aber vielleicht in der Zukunft, wenn es hilfreich sei.
Voraussetzung fĂŒr einen Einsatz ist ein dauerhaftes Ende der KĂ€mpfe und die Zustimmung des Iran. Beide Bedingungen sind bisher nicht erfĂŒllt.
Die Bundesmarine hat zwar schon zwei Schiffe ins afrikanische Dschibuti verlegt. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ist aber skeptisch, ob es noch zu einem Einsatz kommt. Der SPD-Politiker will die beiden Schiffe möglicherweise schon im Sommer wieder nach Hause holen. "Sie werden nicht unendlich warten", sagte er am Mittwoch auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Rutte und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).
