Trump gewinnt Vorwahl der Republikaner in South Carolina
25.02.2024 - 01:36:43Der frĂŒhere US-PrĂ€sident Donald Trump hat die Vorwahl zur PrĂ€sidentschaftskandidatur der Republikaner im Bundesstaat South Carolina gewonnen. Das berichteten die Nachrichtenagentur AP und der Sender CNN ĂŒbereinstimmend unter Berufung auf eigene Prognosen. Trumps Konkurrentin Nikki Haley, die einst Gouverneurin des konservativen Bundesstaats im SĂŒdosten der USA war, fuhr wie erwartet eine Niederlage ein.Â
Trump und Haley lieferten sich in South Carolina erneut ein Duell um die Nominierung ihrer Partei fĂŒr die PrĂ€sidentenwahl am 5. November. Wer in den USA PrĂ€sidentschaftskandidat werden will, muss sich zunĂ€chst in parteiinternen Vorwahlen durchsetzen. Bei Parteitagen im Sommer werden die Kandidaten dann offiziell gekĂŒrt. Der Nominierungsparteitag der Republikaner findet Mitte Juli statt.Â
Haley hoffte auf Heimvorteil
Haley, die als politisch moderater und rhetorisch deutlich gemĂ€Ăigter gilt als Trump, hatte in South Carolina auf einen Heimvorteil gehofft. Die 52-JĂ€hrige ist hier geboren und war von 2011 bis 2017 die erste Frau im Gouverneursamt des Bundesstaats. South Carolina ist ungefĂ€hr so groĂ wie Ăsterreich und hat mehr als fĂŒnf Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Rund ein Viertel der Bevölkerung ist schwarz. Die Vorwahl in South Carolina war die erste Abstimmung in einem SĂŒdstaat der USA.
Trump hatte in South Carolina bereits in Umfragen knapp 30 Prozentpunkte vor Haley gelegen. In landesweiten Umfragen fĂŒhrt er mit noch deutlicherem Vorsprung. Der ehemaligen US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen Haley werden kaum noch Chancen eingerĂ€umt, sich am Ende gegen Trump durchzusetzen. Dennoch hat sie sich bislang nicht geschlagen geben wollen. Die bisherigen Vorwahlen in den Bundesstaaten Iowa, New Hampshire und Nevada gewann Trump ebenfalls.
Alle Augen auf Super Tuesday gerichtet
Trump-UnterstĂŒtzer drĂ€ngen Haley seit lĂ€ngerem dazu, aus dem parteiinternen Rennen auszusteigen. Vor der Abstimmung in South Carolina hatte Haley aber noch einmal deutlich gemacht, dass das Rennen noch lange nicht vorbei sei und sie nicht aufgeben wolle. Nun liegt ein besonderes Augenmerk auf dem 5. MĂ€rz, dem sogenannten Super Tuesday. An diesem Tag finden in 15 Bundesstaaten gleichzeitig Vorwahlen der Republikaner statt.Â
Trumps Sieg in Haleys Heimat untermauert einmal mehr den RĂŒckhalt des Republikaners bei der Parteibasis. Trotz seiner juristischen Probleme hat er bei seinen AnhĂ€ngern nicht an Beliebtheit eingebĂŒĂt. Es laufen vier strafrechtliche Verfahren gegen ihn, unter anderem wegen seiner Versuche, das Wahlergebnis der PrĂ€sidentenwahl 2020 zu kippen, die er gegen den Demokraten Joe Biden verlor.Â
Neuauflage Trump gegen Biden
Der Sieg in South Carolina macht eine Kandidatur Trumps fĂŒr die Republikaner bei der PrĂ€sidentenwahl im November wahrscheinlicher. Stand jetzt deutet alles auf ein erneutes Duell zwischen ihm und dem amtierenden PrĂ€sidenten Biden hin.Â
Bei den parteiinternen Vorwahlen sind je nach Partei und Bundesstaat unterschiedlich viele Delegiertenstimmen zu vergeben. Wie die Vorwahlen abgehalten werden, unterscheidet sich von Bundesstaat zu Bundesstaat. Demokraten und Republikaner folgen dabei einem jeweils eigenen System. In South Carolina entschieden die ParteianhĂ€nger klassisch in Wahllokalen ĂŒber ihren Favoriten. In wenigen anderen Bundesstaaten wird bei kleinen Parteiversammlungen, sogenannten Caucuses, abgestimmt.Â


