Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften, Robert E. Hall

Nobelpreis für Wirtschaft geht an Hall und Woodford

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 11:49 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften hat die diesjährigen Preisträger in Stockholm bekannt gegeben. Beide Ökonomen stehen für wichtige Beiträge zur Analyse von Konjunktur, Arbeitsmarkt und Geldpolitik.

Akademie gibt Preisträger in Stockholm bekannt

  • Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften teilte die Entscheidung am Montag in Stockholm mit.
  • Der Preis geht in diesem Jahr an Robert E. Hall und Michael Woodford.
  • Die dts Nachrichtenagentur kündigte weitere Informationen zur Auszeichnung an.

Der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften geht in diesem Jahr an Robert E. Hall und Michael Woodford. Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften teilte die Entscheidung am Montag in Stockholm mit.

Zwei Forscher der Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet

Hall und Woodford gehören zu den international bekannten Ökonomen. Ihre wissenschaftlichen Arbeiten stehen unter anderem im Zusammenhang mit der Analyse gesamtwirtschaftlicher Entwicklungen und der Wirkung wirtschaftspolitischer Entscheidungen.

Die Auszeichnung wird als Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften vergeben. Die dts Nachrichtenagentur will in Kürze weitere Informationen zu den Hintergründen der Entscheidung übermitteln.

Der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften wird nicht von der ursprünglichen Nobelstiftung gestiftet, sondern von der schwedischen Reichsbank gestiftet und seit 1969 verliehen. Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften wählt die Preisträger aus und gibt die Entscheidung in Stockholm bekannt.

Robert E. Hall ist vor allem für Arbeiten zur Makroökonomie, zum Arbeitsmarkt und zum Konsumverhalten bekannt. Michael Woodford zählt zu den prägenden Forschern der modernen Geldtheorie. Seine Arbeiten befassen sich unter anderem damit, wie Erwartungen von Haushalten und Unternehmen die Wirkung von Geldpolitik und wirtschaftspolitischen Entscheidungen beeinflussen.

Bedeutung für Geldpolitik und Konjunktur

Die Auszeichnung ordnet zwei Forschungsrichtungen zusammen, die für die Analyse von Inflation, Beschäftigung und Konjunktur zentral sind: empirische Untersuchungen des gesamtwirtschaftlichen Verhaltens und theoretische Modelle zur Rolle geldpolitischer Erwartungen. Damit reicht die Bedeutung über die akademische Forschung hinaus. Zentralbanken nutzen solche Modelle, um die Wirkung von Zinsentscheidungen und ihrer Kommunikation einzuschätzen.

Für die öffentliche Debatte dürfte besonders die Verbindung von wirtschaftlichen Daten und Erwartungen relevant sein. Entscheidungen über Zinsen wirken nicht nur unmittelbar, sondern auch über die Erwartungen von Unternehmen, privaten Haushalten und Finanzmärkten. Die Preisverleihung findet traditionell im Dezember statt; weitere Angaben zur Begründung und zum Preisgeld werden üblicherweise im Verlauf der Bekanntgabe veröffentlicht.

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