Frankreich, Regierung

MisstrauensantrÀge gegen neue Regierung in Paris

13.10.2025 - 12:49:23

Noch bevor die neue französische Regierung erstmals zusammenkommt, werden MisstrauensantrĂ€ge gegen Premier Lecornu eingebracht. Welche Parteien sich zusammenschließen und was der PrĂ€sident dazu sagt.

  • Das Rassemblement National (RN) hat einen Misstrauensantrag gegen die neue Regierung eingereicht (Archivbild). - Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

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  • Macron ruft die Parteien auf, auf StabilitĂ€t hinzuarbeiten. - Foto: Yoan Valat/Pool EPA/AP/dpa

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  • Dem Misstrauensantrag der LFI-Fraktion gegen Frankreichs neue Regierung haben sich auch Abgeordnete der GrĂŒnen und Kommunisten angeschlossen (Archivbild). - Foto: Ludovic Marin/AFP/dpa

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Das Rassemblement National (RN) hat einen Misstrauensantrag gegen die neue Regierung eingereicht (Archivbild). - Foto: Philipp von Ditfurth/dpaMacron ruft die Parteien auf, auf StabilitĂ€t hinzuarbeiten. - Foto: Yoan Valat/Pool EPA/AP/dpaDem Misstrauensantrag der LFI-Fraktion gegen Frankreichs neue Regierung haben sich auch Abgeordnete der GrĂŒnen und Kommunisten angeschlossen (Archivbild). - Foto: Ludovic Marin/AFP/dpa

Zum Antritt der neuen französischen Regierung haben Frankreichs Linkspartei und die nationale Rechte MisstrauensantrĂ€ge gegen Premier SĂ©bastien Lecornu und sein Kabinett gestellt. DarĂŒber wird voraussichtlich am Mittwoch in der Nationalversammlung abgestimmt.

Wie die Fraktionsvorsitzende der Linkspartei La France Insoumise (LFI), Mathilde Panot, mitteilte, hĂ€tten sich dem Misstrauensantrag der LFI auch Abgeordnete der GrĂŒnen und Kommunisten angeschlossen. «Das Land hat keine Zeit zu verlieren», sagte Panot. «Lecornu wird fallen und Macron wird ihm folgen», sagte sie mit Blick auf PrĂ€sident Emmanuel Macron. 

Rechtsnationale wollen Macron stoppen

Das Rassemblement National (RN) erklĂ€rte, die Fraktion habe einen Misstrauensantrag gemeinsam mit der rechten Splitterpartei von Éric Ciotti gestellt. Seine Partei werde aber auch fĂŒr MisstrauensantrĂ€ge anderer politischer Gruppierungen stimmen, sagte RN-Chef Jordan Bardella. «Es liegt im Interesse des Landes, Emmanuel Macron in seinen AuswĂŒchsen zu stoppen.»

Die am Sonntagabend formierte neue Regierung des von Macron ins Amt zurĂŒckgeholten Premiers Lecornu kommt am Nachmittag zu einer ersten Arbeitssitzung zusammen. Ab Dienstag soll der Haushalt fĂŒr das finanziell angeschlagene Land auf den Weg gebracht werden.

PrĂ€sident Macron rief die politischen KrĂ€fte dazu auf, «auf StabilitĂ€t hinzuarbeiten», wie das Nachrichtenmagazin «L'Express» berichtete. «Die politischen KrĂ€fte, die auf die Destabilisierung von SĂ©bastien Lecornu hingearbeitet haben, sind allein fĂŒr dieses Chaos verantwortlich», sagte Macron bei seiner Ankunft beim Gaza-Gipfel in Ägypten.

@ dpa.de