Frankreichs AuĂenminister: Ukraine ist und bleibt PrioritĂ€t
13.01.2024 - 14:47:44Der neue französische AuĂenminister StĂ©phane SĂ©journĂ© hat der Ukraine die fortlaufende UnterstĂŒtzung Frankreichs zugesichert. «Trotz vermehrter Krisen ist und bleibt die Ukraine die PrioritĂ€t Frankreichs», sagte SĂ©journĂ© bei einem Besuch in Kiew nur einen Tag nach seinem Amtsantritt.
«In der Ukraine geht es heute um die Verteidigung der Grundprinzipien des Internationalen Rechts, der Werte Europas und auch der Sicherheit der Franzosen», betonte der AuĂenminister nach einem Treffen mit seinem ukrainischen Kollegen Dmytro Kuleba.
An diesem Sonntagnachmittag wird SĂ©journĂ© nach Angaben des AuswĂ€rtigen Amts von BundesauĂenministerin Annalena Baerbock (GrĂŒne) zum Antrittsbesuch in Berlin erwartet.
Selenskyj dankt Paris
Ukrainischen Medien zufolge ging es bei dem Treffen auch um EU- und Nato-Perspektiven fĂŒr das von Russland angegriffene Land. Angesichts der derzeit besonders heftigen Angriffe appellierte Kuleba zudem einmal mehr an den Westen, den Export von GĂŒtern nach Russland zu blockieren, die dort fĂŒr die Waffenproduktion genutzt werden können. «Ich möchte Sie daran erinnern, dass in russischen Raketen, die ĂŒber die Köpfe der Ukrainer flogen, bereits mehr als einmal zahlreiche Komponenten westlicher Herstellung gefunden wurden», sagte er. Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj dankte Frankreich in seiner abendlichen Videoansprache fĂŒr die anhaltende UnterstĂŒtzung. Er habe mit SĂ©journĂ© auch weitere MilitĂ€rhilfen diskutiert.
SĂ©journĂ© sagte, Frankreich wolle sich beim EU-Gipfel Anfang Februar mit aller Kraft dafĂŒr einsetzen, dass neue Finanzhilfen fĂŒr die Ukraine verabschiedet werden. Das Geld sei auch fĂŒr langfristige Investitionen in die Infrastruktur und fĂŒr die Energiewende gedacht. SĂ©journĂ© betonte zudem: «Die Zukunft der Ukraine ist in der EuropĂ€ischen Union.» Der EU-Gipfel war auch Thema eines Treffens von SĂ©journĂ© mit Selenskyj. Laut französischer Seite ging es auĂerdem um den ukrainischen Bedarf im Verteidigungsbereich und die VerstĂ€rkung der Zusammenarbeit der beiden LĂ€nder.
Aus deutschen Diplomatenkreisen hieĂ es, dass SĂ©journĂ© den noch fĂŒr seine VorgĂ€ngerin Catherine Colonna geplanten Besuch in Kiew nicht abgesagt habe, sei ein starkes Signal der UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine. Diese bleibe ein enorm wichtiges Anliegen der deutsch-französischen Agenda, genauso wie die VerstĂ€rkung der Zusammenarbeit im Weimarer Dreieck mit der neuen polnischen Regierung.


