Debatte, Bidens

Debatte ĂŒber Bidens Kandidatur - Unruhe in Partei hĂ€lt an

10.07.2024 - 01:03:25

Öffentlich will sich kein fĂŒhrender Demokrat von US-PrĂ€sident Biden abwenden. Doch hinter den Kulissen brodelt es in der Partei. Das Weiße Haus prĂ€sentiert den 81-JĂ€hrigen als «KĂ€mpfer».

  • In der Parteizentrale der Demokraten herrscht große Unruhe.  - Foto: John McDonnell/AP/dpa

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  • Biden gibt den starken Mann beim Nato-Gipfel. - Foto: Evan Vucci/AP

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  • US-Vize Harris stĂ€rkt Biden öffentlich den RĂŒcken. - Foto: Ronda Churchill/AP/dpa

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In der Parteizentrale der Demokraten herrscht große Unruhe.  - Foto: John McDonnell/AP/dpaBiden gibt den starken Mann beim Nato-Gipfel. - Foto: Evan Vucci/APUS-Vize Harris stĂ€rkt Biden öffentlich den RĂŒcken. - Foto: Ronda Churchill/AP/dpa

Trotz der HartnĂ€ckigkeit von US-PrĂ€sident Joe Biden in der Debatte ĂŒber seine PrĂ€sidentschaftskandidatur hĂ€lt die Unruhe in seiner Partei an. Bei Treffen im US-Kongress debattierten Parlamentarier der Demokratischen Partei am Dienstag (Ortszeit) ĂŒber die politische Zukunft des 81-JĂ€hrigen. Zwar stellten sich die Parteispitzen weiter öffentlich hinter Biden - die Forderungen nach einem RĂŒckzug aus dem PrĂ€sidentschaftsrennen verhallen allerdings nicht.

Weiter Zweifel in der Partei an Biden

Der US-Sender CNN berichtete unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen, dass drei Senatoren bei einem Fraktionsessen gesagt hĂ€tten, Biden könne bei der PrĂ€sidentschaftswahl im November nicht gegen seinen republikanischen Herausforderer Donald Trump gewinnen. Bidens Vertrauter, Senator Chris Coons, verteidigte den US-PrĂ€sidenten zwar erneut. Er sagte aber auch, die Debatte sei noch nicht vorbei. Die demokratische Abgeordnete Mikie Sherrill forderte Biden zum RĂŒckzug auf, damit eine Alternative gefunden werden könne. Bereits zuvor hatte sich rund ein halbes Dutzend Abgeordnete öffentlich Ă€hnlich zu Wort gemeldet.

Bidens Vize Kamala Harris, die als mögliche Nachfolgerin gehandelt wird, betonte bei einer Wahlkampfveranstaltung in Las Vegas, dass eine PrĂ€sidentschaftskandidatur niemals einfach sei. Aber Biden sei ein «KĂ€mpfer». Ähnlich stellte es Bidens Sprecherin Karine Jean-Pierre dar. Biden habe in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass seine Kritikerinnen und Kritiker falsch liegen wĂŒrden. «Er wird weiter kĂ€mpfen. Das ist die Quintessenz der Geschichte von Joe Biden» sagte sie. Sie betonte, dass Biden sich bei einer Wiederwahl zu einer vollen zweiten Amtszeit verpflichte. An deren Ende wĂ€re er 86 Jahre alt. 

Bidens mentale Fitness ist Dauerthema

US-Medien berichteten, dass ein Mitglied der US-Marine disziplinarisch abgestraft worden sei, weil es erfolglos versucht haben soll, sich unbefugten Zugang zur medizinischen Akte von Biden zu verschaffen. «Zu keiner Zeit wurden die persönlichen Informationen des PrÀsidenten kompromittiert», teilte die US-Marine den Berichten nach mit. Der Vorfall soll sich schon im Februar ereignet haben. 

In den USA wird diskutiert, ob Biden wegen seines hohen Alters der richtige PrĂ€sidentschaftskandidat der Demokraten fĂŒr die Wahl im November ist. Biden muss sich seit seinem TV-Debakel gegen Trump zunehmend Fragen zu seiner geistigen Fitness gefallen lassen - aber die Frage, ob Biden mental in der Lage wĂ€re, sein Amt bei einer Wiederwahl voll auszufĂŒllen, ist schon lĂ€nger Thema. 

Biden weist jegliche Zweifel zurĂŒck und lehnt einen kognitiven Test ab. Umfragen, wonach Biden seit der Debatte an UnterstĂŒtzung verliert, stellt der Demokrat infrage. Aktuell versucht der US-PrĂ€sident beim Nato-Gipfel in der US-Hauptstadt Washington als Gastgeber und AnfĂŒhrer des VerteidigungsbĂŒndnisses zu punkten. 

 

 

@ dpa.de