Biden, UnterstĂŒtzung

Biden erhĂ€lt UnterstĂŒtzung von Bernie Sanders

13.07.2024 - 21:20:50

Öffentlichen Zuspruch erhĂ€lt Biden in diesen Tagen eher selten. Nun meldet sich ein Senator zu Wort, der den US-PrĂ€sidenten normalerweise gerne kritisiert - und selbst Ă€lter als Biden ist

In der Debatte ĂŒber die Eignung Joe Bidens als PrĂ€sidentschaftskandidat hat der 81-JĂ€hrige RĂŒckendeckung von dem linken Politiker Bernie Sanders erhalten. Auch wenn er in vielen Fragen anderer Meinung sei als Biden, schrieb Sanders in einem in der «New York Times» veröffentlichten Meinungsbeitrag, halte er Biden fĂŒr den «effektivsten PrĂ€sidenten» in der modernen Geschichte des Landes. Der Amtsinhaber sei «der stĂ€rkste Kandidat, um Donald Trump - einen Demagogen und pathologischen LĂŒgner - zu schlagen». 

Sanders, der ein Jahr Ă€lter ist als Biden, schob den Medien die Verantwortung fĂŒr die schlechte Wahrnehmung Bidens zu. Seit mehr als zwei Wochen konzentrierten sie sich «wie besessen» auf Bidens verpatzen TV-Auftritt und seine geistige Verfassung. «Verzweifelt» suche man nach Stimmen, die Biden nicht mehr unterstĂŒtzen - und nach Neurologen, die ihre EinschĂ€tzung im Fernsehen kundtĂ€ten. Leider hĂ€tten sich zu viele Demokraten in dem «Erschießungskommando» eingereiht. 

«Ja, ich weiß: Herr Biden ist alt, neigt zu Fauxpas, geht steif und hatte eine katastrophale Debatte mit Herrn Trump», schrieb Sanders. «Aber ich weiß auch: Eine PrĂ€sidentenwahl ist kein Unterhaltungswettbewerb.» Sie beginne oder ende nicht mit einer 90-minĂŒtigen Debatte. Biden sei vielleicht nicht der ideale Kandidat, aber er werde und solle der Kandidat sein - und könne Trump schlagen. 

Biden kĂ€mpft derzeit an allen Fronten darum, seine Kandidatur fĂŒr die PrĂ€sidentenwahl im November zu retten. Etliche Parteikollegen haben den Demokraten bereits öffentlich dazu aufgefordert, aus dem Rennen auszusteigen. Sanders ist einer von drei unabhĂ€ngig auftretenden Senatorinnen und Senatoren im US-Kongress. Er stimmt allerdings meist mit den Demokraten und wird deshalb ihrem politischen Lager zugerechnet. 

 

@ dpa.de