Ăzdemir gibt Erdogan Mitschuld am Terror in Frankreich
Veröffentlicht am: 30.10.2020 um 10:47 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
"Unsere Gesellschaft, unsere Freiheit und unser Leben" wĂŒrden von Islamisten angegriffen, erklĂ€rte Ăzdemir dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" fĂŒr die am Freitag erscheinenden Ausgaben der Tageszeitungen des Verbandes. Die Islamisten seien Feinde der europĂ€ischen Demokratie, und wer mit ihnen sympathisiere oder ihre Taten nicht eindeutig verurteile, sei dies ebenfalls.
Es gehöre daher zum entschiedenen Kampf gegen den religiös motivierten Fanatismus dazu, gegen "all diejenigen Hetzer" vorzugehen, die "den Islamismus aus billigem KalkĂŒl fĂŒr ihre eigenen Zwecke weiter anheizen". Recep Tayyip Erdogan, der PrĂ€sident der TĂŒrkei, trage eine Mitschuld an Gewalt und Terror, indem er "laufend Ăl ins Feuer" gieĂe. In Deutschland werde ein anderer Umgang mit den muslimischen DachverbĂ€nden benötigt. Ăzdemir verlangte, diese VerbĂ€nde mĂŒssten "mit beiden Beinen auf dem Boden unseres Grundgesetzes stehen" und sich vom Einfluss auslĂ€ndischer Regierungen unabhĂ€ngig machen. "Reformen kommen nur mit klaren Forderungen, nicht durch das Prinzip Hoffnung", betonte der GrĂŒnen-Politiker.
Wer aber andererseits alle Muslime unter einen Generalverdacht stelle, der laufe geradewegs in die von den Islamisten aufgestellte Falle, denn es handele sich hier nicht um einen Kampf der Religionen, sondern vielmehr um einen "Kampf um politische Macht und Deutungshoheit." In dieser Auseinandersetzung, so forderte Ăzdemir gegenĂŒber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", mĂŒssten sich die Demokraten dem Islamismus "viel selbstbewusster entgegenstellen" als bisher.
Nach dem gestrigen Anschlag in der französischen Stadt Nizza, der drei Todesopfer und mehrere Verletzte gefordert hatte, hatten sich in Deutschland Politiker aller Parteien entsetzt gezeigt. Konstantin Kuhle, der Innenexperte der FDP, hatte spontan zu einer Schweigeminute vor der französischen Botschaft in Berlin aufgerufen. Dies war mit breiter Zustimmung aufgenommen worden.
Der tĂŒrkische PrĂ€sident Erdogan fĂŒhrt gegenwĂ€tig einen harten verbalen Schlagabtausch mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron, der gerade einer neuen Welle des islamistischen Terrorismus in seinem Land gegenĂŒbersteht. In dieser Auseinandersetzung geht es vor allem um die Veröffentlichung von Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed in der französischen Satirezeitschrift "Charlie Hebdo", die von Macron unterstĂŒtzt wird und die Erdogan entschieden ablehnt.
Unter anderem hierin sieht auch Peter R. Neumann, Terrorismusexperte am Londoner Kings College, eine Mitschuld Erdogans am Terror. Zwar sei der tĂŒrkische PrĂ€sident selbstverstĂ€ndlich "nicht direkt fĂŒr AnschlĂ€ge verantwortlich." Aber er gieĂe Ăl ins Feuer und erzeuge auf diese Weise eine AtmosphĂ€re, die die Menschen dazu ermutige, "ĂŒber das, was Erdogan sagt, noch hinauszugehen." Der tĂŒrkische PrĂ€sident betreibe diese Strategie der Eskalation "systematisch", und manche Menschen gingen dann ĂŒber Grenzen hinaus. Zum Beispiel habe Erdogan ein von dem rechtsextremistischen AttentĂ€ter von Christchurch gedrehtes Video verbreitet. Diesem Anschlag in Neuseeland waren 51 Menschen erlegen, in erster Linie Muslime. Das KalkĂŒl Erdogans gehe innerhalb der muslimischen Welt vielerorts auf, erklĂ€rte der Terrorismusexperte Neumann dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Unter Muslimen werde der tĂŒrkische PrĂ€sident vielfach als Held gefeiert.
Es gehöre daher zum entschiedenen Kampf gegen den religiös motivierten Fanatismus dazu, gegen "all diejenigen Hetzer" vorzugehen, die "den Islamismus aus billigem KalkĂŒl fĂŒr ihre eigenen Zwecke weiter anheizen". Recep Tayyip Erdogan, der PrĂ€sident der TĂŒrkei, trage eine Mitschuld an Gewalt und Terror, indem er "laufend Ăl ins Feuer" gieĂe. In Deutschland werde ein anderer Umgang mit den muslimischen DachverbĂ€nden benötigt. Ăzdemir verlangte, diese VerbĂ€nde mĂŒssten "mit beiden Beinen auf dem Boden unseres Grundgesetzes stehen" und sich vom Einfluss auslĂ€ndischer Regierungen unabhĂ€ngig machen. "Reformen kommen nur mit klaren Forderungen, nicht durch das Prinzip Hoffnung", betonte der GrĂŒnen-Politiker.
Wer aber andererseits alle Muslime unter einen Generalverdacht stelle, der laufe geradewegs in die von den Islamisten aufgestellte Falle, denn es handele sich hier nicht um einen Kampf der Religionen, sondern vielmehr um einen "Kampf um politische Macht und Deutungshoheit." In dieser Auseinandersetzung, so forderte Ăzdemir gegenĂŒber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", mĂŒssten sich die Demokraten dem Islamismus "viel selbstbewusster entgegenstellen" als bisher.
Nach dem gestrigen Anschlag in der französischen Stadt Nizza, der drei Todesopfer und mehrere Verletzte gefordert hatte, hatten sich in Deutschland Politiker aller Parteien entsetzt gezeigt. Konstantin Kuhle, der Innenexperte der FDP, hatte spontan zu einer Schweigeminute vor der französischen Botschaft in Berlin aufgerufen. Dies war mit breiter Zustimmung aufgenommen worden.
Der tĂŒrkische PrĂ€sident Erdogan fĂŒhrt gegenwĂ€tig einen harten verbalen Schlagabtausch mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron, der gerade einer neuen Welle des islamistischen Terrorismus in seinem Land gegenĂŒbersteht. In dieser Auseinandersetzung geht es vor allem um die Veröffentlichung von Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed in der französischen Satirezeitschrift "Charlie Hebdo", die von Macron unterstĂŒtzt wird und die Erdogan entschieden ablehnt.
Unter anderem hierin sieht auch Peter R. Neumann, Terrorismusexperte am Londoner Kings College, eine Mitschuld Erdogans am Terror. Zwar sei der tĂŒrkische PrĂ€sident selbstverstĂ€ndlich "nicht direkt fĂŒr AnschlĂ€ge verantwortlich." Aber er gieĂe Ăl ins Feuer und erzeuge auf diese Weise eine AtmosphĂ€re, die die Menschen dazu ermutige, "ĂŒber das, was Erdogan sagt, noch hinauszugehen." Der tĂŒrkische PrĂ€sident betreibe diese Strategie der Eskalation "systematisch", und manche Menschen gingen dann ĂŒber Grenzen hinaus. Zum Beispiel habe Erdogan ein von dem rechtsextremistischen AttentĂ€ter von Christchurch gedrehtes Video verbreitet. Diesem Anschlag in Neuseeland waren 51 Menschen erlegen, in erster Linie Muslime. Das KalkĂŒl Erdogans gehe innerhalb der muslimischen Welt vielerorts auf, erklĂ€rte der Terrorismusexperte Neumann dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Unter Muslimen werde der tĂŒrkische PrĂ€sident vielfach als Held gefeiert.
Redaktion ad-hoc-news.de, A-1010413
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