Ăzdemir sieht strukturelles Gewaltproblem in der Gesellschaft
Veröffentlicht am: 22.06.2020 um 09:44 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Ereignisse in der Stuttgarter Innenstadt stehen fĂŒr einen grundlegenden Wandel des gesellschaftlichen Klimas, betont Cem Ăzdemir, Bundestagsabgeordneter der GrĂŒnen aus der baden-wĂŒrttembergischen Landeshauptstadt in der Sendung âGuten Morgen Deutschlandâ des RTL-Fernsehens. Wir beobachten das PhĂ€nomen einer zunehmenden Gewaltbereitschaft in allen Bereichen der Gesellschaft, aber insbesondere auch an Schulen und im öffentlichen Raum.
Die Gewaltexzesse von Stuttgart sind keine Ausnahme, sondern nur die Spitze des Eisbergs. Gerade bei einem Teil der Jugendlichen geht eine positive Zukunftserwartung verloren. Da wĂ€chst eine Generation heran, die den Glauben an ein Leben verloren hat, das sie selbst gestalten können. Die Gesellschaft, scheint ihnen keine Perspektive mehr bieten zu können. Dies gilt vor allem auch fĂŒr Jugendliche mit Migrationshintergrund, die sich ausgeschlossen fĂŒhlen. Ein Teil des Problems ist aber auch ein Zerrbild von staatlicher Gewalt, das in diesen Gruppen verbreitet ist, warnt Ăzdemir. Die Polizei ist das Feindbild der Jugendlichen auf die sich die Aggression insbesondere richtet. Die Politik muss vermitteln, dass die Polizei eine wichtige Funktion hat und nicht der Gegner ist, den man mit allen Mitteln bekĂ€mpfen muss. Es gibt hier viel AufklĂ€rungsarbeit zu leisten und Distanzen abzubauen.
Es muss aber auch klar sein, dass der Staat derartige AusbrĂŒche nicht dulden kann und entschieden gegen die TĂ€ter vorgehen muss, stellt der ehemalige Bundesvorsitzende der GrĂŒnen fest. Es gibt Gesetze und wer dagegen verstöĂt muss mit den Konsequenzen zurechtkommen. Ăzdemir warnt in der RTL-Sendung âGuten Morgen Deutschlandâ entschieden davor, nach dem Entsetzen ĂŒber die Ereignisse zur NormalitĂ€t ĂŒberzugehen. Wir mĂŒssen eine schonungslose Analyse vornehmen und klar die Defizite in der Gesellschaft identifizieren und unseren Handlungsbedarf definieren.
Ăzdemir wendet sich gegenĂŒber der RTL-Redaktion klar gegen Tendenzen aus seiner eigenen Partei, die in der Polizei das eigentliche Problem sehen. Wir dĂŒrfen unseren Exekutivorganen nicht einfach einen latenten Rassismus vorwerfen. In Deutschland gibt es glĂŒcklicherweise noch keinen amerikanischen VerhĂ€ltnisse. Die deutsche Polizei ist umfassend ausgebildet und durch die öffentlichen Tarife auch materiell anders gestellt als die amerikanischen Kollegen. Die Polizei ist ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Probleme. Aber die Polizei leistet eine gute Arbeit, und hat es nicht verdient pauschal verurteilt zu werden.
Die Gewaltexzesse von Stuttgart sind keine Ausnahme, sondern nur die Spitze des Eisbergs. Gerade bei einem Teil der Jugendlichen geht eine positive Zukunftserwartung verloren. Da wĂ€chst eine Generation heran, die den Glauben an ein Leben verloren hat, das sie selbst gestalten können. Die Gesellschaft, scheint ihnen keine Perspektive mehr bieten zu können. Dies gilt vor allem auch fĂŒr Jugendliche mit Migrationshintergrund, die sich ausgeschlossen fĂŒhlen. Ein Teil des Problems ist aber auch ein Zerrbild von staatlicher Gewalt, das in diesen Gruppen verbreitet ist, warnt Ăzdemir. Die Polizei ist das Feindbild der Jugendlichen auf die sich die Aggression insbesondere richtet. Die Politik muss vermitteln, dass die Polizei eine wichtige Funktion hat und nicht der Gegner ist, den man mit allen Mitteln bekĂ€mpfen muss. Es gibt hier viel AufklĂ€rungsarbeit zu leisten und Distanzen abzubauen.
Es muss aber auch klar sein, dass der Staat derartige AusbrĂŒche nicht dulden kann und entschieden gegen die TĂ€ter vorgehen muss, stellt der ehemalige Bundesvorsitzende der GrĂŒnen fest. Es gibt Gesetze und wer dagegen verstöĂt muss mit den Konsequenzen zurechtkommen. Ăzdemir warnt in der RTL-Sendung âGuten Morgen Deutschlandâ entschieden davor, nach dem Entsetzen ĂŒber die Ereignisse zur NormalitĂ€t ĂŒberzugehen. Wir mĂŒssen eine schonungslose Analyse vornehmen und klar die Defizite in der Gesellschaft identifizieren und unseren Handlungsbedarf definieren.
Ăzdemir wendet sich gegenĂŒber der RTL-Redaktion klar gegen Tendenzen aus seiner eigenen Partei, die in der Polizei das eigentliche Problem sehen. Wir dĂŒrfen unseren Exekutivorganen nicht einfach einen latenten Rassismus vorwerfen. In Deutschland gibt es glĂŒcklicherweise noch keinen amerikanischen VerhĂ€ltnisse. Die deutsche Polizei ist umfassend ausgebildet und durch die öffentlichen Tarife auch materiell anders gestellt als die amerikanischen Kollegen. Die Polizei ist ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Probleme. Aber die Polizei leistet eine gute Arbeit, und hat es nicht verdient pauschal verurteilt zu werden.
Redaktion ad-hoc-news.de, NeoMatrix
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