Papst Leo XIV. erholt sich nach Lungenkrebs-OP in Rom
Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 14:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWSWeitere Entscheidungen stehen aus
- Leo XIV. unterzog sich am Vormittag einer Blutuntersuchung und einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs.
- Der Papst soll nach bisheriger Planung bis Dienstag im Gemelli-Krankenhaus in Rom bleiben.
- Alle offiziellen Termine bis Mitte nÀchster Woche wurden abgesagt.
Genesung nach Lungenkrebs-Operation in Rom
Papst Leo XIV. ist nach seiner Lungenkrebs-Operation dem offiziellen Bulletin der Ărzte zufolge weiter auf dem Weg der Besserung. Der 71-JĂ€hrige unterzog sich am Vormittag einer Blutuntersuchung und einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs, bei denen eine anhaltende Verbesserung seines Gesundheitszustands festgestellt wurde.
Papst feiert Messe in der Klinik
Im Gemelli-Krankenhaus zelebrierte das Oberhaupt der katholischen Kirche zusammen mit einigen Angestellten wieder eine Messe. Der Vatikan veröffentlichte drei Tage nach dem Eingriff erstmals Bilder aus dem Krankenhaus, die den Papst stehend in der Kapelle der Klinik zeigen.
Leo XIV. liegt seit seiner Operation am vergangenen Dienstag in dem Krankenhaus im Nordwesten Roms. Dort gibt es einen eigenen Trakt fĂŒr die Behandlung von PĂ€psten. Der gebĂŒrtige US-Amerikaner bedankte sich nach Angaben des Vatikans beim Klinikpersonal fĂŒr dessen Arbeit.
Physiotherapie nach Entfernung des Tumors
Der Papst erhĂ€lt inzwischen Physiotherapie, die ihm nach der Entfernung des unteren Lappens seines rechten LungenflĂŒgels beim Atmen helfen soll. In dem Lungenlappen hatte sich ein bösartiger Tumor befunden.
Nach dem Ă€rztlichen Bulletin kann Leo XIV. seine normalen tĂ€glichen AktivitĂ€ten vollstĂ€ndig selbststĂ€ndig ausfĂŒhren. Weitere Angaben machten die Ărzte zunĂ€chst nicht.
Weitere Befunde entscheiden ĂŒber Behandlung
Damit bleibt offen, ob der Papst nach dem 90-minĂŒtigen Eingriff krebsfrei ist. Bei dem entfernten Knoten handelte es sich um ein Lungenadenokarzinom, die hĂ€ufigste Form von Lungenkrebs.
Entscheidend ist nun, ob sich in der Lunge oder in anderen Organen Metastasen gebildet haben. Von diesen Befunden hÀngt voraussichtlich ab, welche weitere Behandlung erforderlich ist.
Klinikaufenthalt bis Dienstag geplant
Nach bisherigen PlÀnen soll Leo XIV. bis Dienstag in der Klinik bleiben. Alle offiziellen Termine bis Mitte nÀchster Woche wurden abgesagt.
Offen ist auĂerdem, ob der Papst im November eine fast zweiwöchige Reise nach SĂŒdamerika antreten kann. Die Entscheidung darĂŒber dĂŒrfte auch von den weiteren Untersuchungsergebnissen und dem Verlauf der Erholung abhĂ€ngen.
Die Entfernung eines Lungenlappens ist bei einem auf die Lunge begrenzten Tumor ein etabliertes chirurgisches Verfahren. Ob die Operation bei Leo XIV. bereits die vollstĂ€ndige Behandlung darstellt, hĂ€ngt jedoch von den feingeweblichen Befunden, der TumorgröĂe, den Eigenschaften des Karzinoms und möglichen Lymphknoten- oder Organbefunden ab.
Ein Lungenadenokarzinom gehört zu den nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen und ist die hĂ€ufigste Form dieser Erkrankung. Bei einer frĂŒhen Diagnose können die Heilungsaussichten deutlich besser sein als bei einem fortgeschrittenen Tumor; daraus lĂ€sst sich im konkreten Fall aber erst nach Abschluss der Untersuchungen eine belastbare Therapieplanung ableiten.
Rehabilitation und Termine
Die Physiotherapie soll die Atmung nach der Entfernung des rechten unteren Lungenlappens unterstĂŒtzen. Dass der Papst seine tĂ€glichen AktivitĂ€ten selbststĂ€ndig ausfĂŒhren kann, spricht fĂŒr einen stabilen unmittelbaren Genesungsverlauf, sagt aber noch nichts ĂŒber die endgĂŒltige Krebsdiagnose oder eine mögliche Anschlussbehandlung aus.
FĂŒr die geplante SĂŒdamerikareise im November wird neben dem medizinischen Befund auch die körperliche Belastbarkeit entscheidend sein. Die nĂ€chsten offiziellen Mitteilungen dĂŒrften daher vor allem Aufschluss ĂŒber die weiteren Therapieentscheidungen und den Zeitpunkt der RĂŒckkehr zu öffentlichen Terminen geben.
