Joe Biden, Sturz

Stolpernder PrĂ€sident: Biden stĂŒrzt bei Absolventenfeier

02.06.2023 - 05:34:53

Peinlicher Moment fĂŒr Joe Biden: Der 80-jĂ€hrige US-PrĂ€sident landet bei einem öffentlichen Auftritt in Colorado Springs auf dem Hosenboden. Das Weiße Haus gibt Entwarnung.

US-PrĂ€sident Joe Biden ist bei einem Auftritt im Bundesstaat Colorado auf offener BĂŒhne gestĂŒrzt. Biden sprach am Donnerstag vor Absolventen einer MilitĂ€rakademie in Colorado Springs und nahm an der dortigen Abschlusszeremonie teil. Als der 80-JĂ€hrige am Ende der Zeremonie ĂŒber die BĂŒhne lief, geriet er ins Stolpern und fiel vornĂŒber auf den Boden. SicherheitskrĂ€fte halfen ihm auf. Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses teilte im Anschluss auf Twitter mit, dem PrĂ€sidenten gehe es gut. Biden sei ĂŒber einen Sandsack auf der BĂŒhne gestolpert.

Bei seiner RĂŒckkehr nach Washington bemĂŒhte sich Biden, den Sturz herunterzuspielen. Bei seiner Ankunft am Weißen Haus scherzte er vor Reportern mit einem Wortspiel ĂŒber den Vorfall. In Anspielung auf den Sandsack sagte er: «I got sandbagged.» Im Englischen bedeutet die Wendung so viel wie: «Ich wurde ausgetrickst.» Dabei lĂ€chelte Biden und setzte vor den Journalisten zu einem kurzen HĂŒpfer an.

Ältester PrĂ€sident aller Zeiten

Biden war Anfang 2021 als Ă€ltester PrĂ€sident aller Zeiten ins Weiße Haus eingezogen. Ende April kĂŒndigte der Demokrat an, er wolle bei der PrĂ€sidentenwahl im November 2024 fĂŒr eine zweite Amtszeit antreten. Bei der Wahl wird Biden 81 Jahre alt sein, am Ende einer möglichen zweiten Amtszeit wĂ€re er 86.

Bidens Alter und seine Eignung als erneuter PrĂ€sidentschaftsbewerber sorgen seit lĂ€ngerem fĂŒr Debatten, auch in seiner eigenen Partei. Konkurrenten aus den Reihen der Republikaner nutzen irritierende Patzer und kleine Fehltritte des PrĂ€sidenten regelmĂ€ĂŸig, um seine mentale und körperliche Fitness infrage zu stellen.

Der Demokrat ist in seiner Amtszeit schon bei mancher Gelegenheit gestolpert und gestĂŒrzt - ebenso wie andere PrĂ€sidenten vor ihm. Mit zunehmendem Alter und dem heraufziehenden Wahlkampf steht Biden allerdings unter besonderer Beobachtung.

Trump verzichtet auf Attacke

Einer seiner republikanischen Konkurrenten im Wahlkampf, Ex-PrĂ€sident Donald Trump, der ĂŒblicherweise nicht mit HĂ€me ĂŒber seinen Amtsnachfolger geizt, reagierte ungewöhnlich verhalten. «Ich hoffe, er hat sich nicht verletzt», sagte Trump bei einem Auftritt im Bundesstaat Iowa mit Blick auf Biden. «Die ganze Sache ist verrĂŒckt», schob der 76-JĂ€hrige nach. «Da muss man vorsichtig sein. Selbst wenn man auf Zehenspitzen eine Rampe hinuntergehen muss.»

Trump spielte damit auf einen Ă€hnlichen Moment an, in dem er sich selbst Spott eingehandelt hatte: Im Juni 2020 hatte er als PrĂ€sident am Rande einer Rede an der MilitĂ€rakademie West Point extrem unsicher gewirkt, als er eine Rampe von der BĂŒhne herunterging. Die Rampe sei aus Stahl und ohne GelĂ€nder gewesen, er habe rutschige Schuhe mit Ledersohlen angehabt und nicht hinfallen wollen, sagte Trump spĂ€ter zur BegrĂŒndung. Der Ex-PrĂ€sident wird in wenigen Tagen 77 Jahre alt und ist damit nur geringfĂŒgig jĂŒnger als Biden. Auch Trump will bei der PrĂ€sidentenwahl 2024 erneut antreten.

@ dpa.de