Russland, Moldau

Destabilisierung Moldaus: EU-LÀnder verhÀngen Sanktionen

31.05.2023 - 01:00:19

Planung gewalttÀtiger Demonstrationen, unerlaubte Kapitalausfuhr: Weil sie laut EU-Ministerrat die Republik Moldau destabilisieren wollen, wurden nun gegen mehrere GeschÀftsleute Sanktionen erlassen.

Die EU-LĂ€nder haben gegen sieben Politiker und GeschĂ€ftsleute mit moldauischer oder russischer Staatsangehörigkeit Sanktionen verhĂ€ngt. Ihre Vermögen werden eingefroren und es gilt ein Reiseverbot in und durch die EuropĂ€ische Union, wie der Rat der EU gestern Abend in BrĂŒssel mitteilte.

Die nun Sanktionierten sollen versucht haben, im Auftrag Russlands die Republik Moldau zu destabilisieren, etwa durch die Planung gewalttĂ€tiger Demonstrationen oder durch unerlaubte Kapitalausfuhr. Manchen von ihnen wird auch vorgeworfen, den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstĂŒtzt zu haben, zum Beispiel indem sie mit den russischen Besatzungsbehörden zusammenarbeiteten.

«Die Republik Moldau ist eines der LĂ€nder, die am stĂ€rksten von den Folgen der illegalen Invasion Russlands in die Ukraine betroffen sind. Es gibt ernsthafte, verstĂ€rkte und anhaltende Versuche, das Land zu destabilisieren», sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell. Die Sanktionen seien deswegen ein wichtiges politisches Signal der UnterstĂŒtzung der EU fĂŒr die Republik Moldau. Die EU-LĂ€nder hatten vor knapp einem Monat auf Wunsch Moldaus einen Gesetzesrahmen fĂŒr solche Sanktionen geschaffen.

In den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu Spannungen zwischen Moskau und Chisinau. Russland sieht das Land als «nahes Ausland» als Teil seines natĂŒrlichen Einflussgebietes. Internationale Beobachter haben dem russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin zuletzt allerdings vorgeworfen, die Lage in dem EU-Beitrittskandidatenland destabilisieren zu wollen.

@ dpa.de