Macron sucht Ausweg aus politischer Krise
10.12.2024 - 15:09:10Nach dem Regierungssturz in Frankreich hat PrĂ€sident Emmanuel Macron Beratungen mit allen Parteien auĂer der extremen Linken und Rechten zur Bildung einer möglichst breit aufgestellten Regierung aufgenommen. Erwartet wird, dass Macron möglicherweise schon an diesem Mittwoch einen neuen Premierminister ernennt.
Dieser soll dann eine neue Regierung aufstellen, an der möglichst viele Parteien mitwirken. Diese werden wahrscheinlich zwar keine Koalition bilden, sollen sich aber verpflichten, die neue Regierung nicht gleich wieder mit einem Misstrauensvotum zu stĂŒrzen.
Mit einem Misstrauensantrag hatte die Opposition die erst drei Monate amtierende Mitte-Rechts-Regierung von Premier Michel Barnier am vergangenen Mittwoch im Streit um einen Sparhaushalt zu Fall gebracht. Frankreich verfĂŒgt nun weiterhin nicht ĂŒber einen Haushalt fĂŒr 2025. Am Mittwoch will das noch geschĂ€ftsfĂŒhrend amtierende Kabinett von Barnier die Weichen fĂŒr eine Ăbergangsregelung stellen, die das Funktionieren des Staates bis zur Verabschiedung eines Haushalts Anfang kommenden Jahres absichert.
Frankreichs Finanzlage miserabel
Die seit den vorgezogenen Parlamentswahlen im Sommer andauernde politische HĂ€ngepartie in Frankreich ist fĂŒr das Land bedrohlich, da es sich zugleich in einer kritischen finanziellen Lage befindet. Die EU-Kommission betreibt wegen zu hoher Neuverschuldung bereits ein Defizitverfahren gegen Frankreich, und ohne sparsameres Haushalten drohen die öffentlichen Finanzen noch weiter aus dem Ruder zu laufen.
RechnungshofprĂ€sident Pierre Moscovici mahnte im Sender France Inter, dass die politische eine wirtschaftliche Krise nach sich ziehe. Es mĂŒsse jetzt sichergestellt werden, das Frankreich stabil und verlĂ€sslich regiert werde, da sich die Lage ansonsten verschlimmere.





