Bericht: Israel geht mit neuem Vorschlag in Geisel-GesprÀche
27.07.2024 - 17:26:32Israel geht einem Medienbericht zufolge mit einem abgeĂ€nderten Vorschlag in die am Sonntag in Rom geplanten indirekten Geisel-Verhandlungen. Der Vorschlag sei bereits im Vorfeld den amerikanischen Vermittlern ĂŒbermittelt worden, schrieb der gut vernetzte israelische Journalist Barak Ravid im Portal «walla.co.il». Dabei stĂŒtzte er sich auf drei GewĂ€hrspersonen, die in die VorgĂ€nge eingeweiht sein sollen.Â
Die indirekten GesprĂ€che zwischen Israel und der islamistischen Hamas, bei denen die USA, Katar und Ăgypten vermitteln, verlaufen seit Monaten sehr schleppend. Seit Mai kreisen sie um einen mehrstufigen Plan von US-PrĂ€sident Joe Biden, der am Ende eine dauerhafte Waffenruhe im Gaza-Krieg vorsieht. AuĂerdem sollen die Geiseln in der Gewalt der Hamas gegen palĂ€stinensische HĂ€ftlinge in israelischen GefĂ€ngnissen ausgetauscht werden.Â
Vorschlag soll Zusatzforderungen enthalten
Der aktualisierte Vorschlag, mit dem Israel in die nĂ€chste GesprĂ€chsrunde in Rom gehen will, soll - wie Ravid weiter schreibt - Zusatzforderungen enthalten, die MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu zuletzt erhoben hatte. Diese laufen darauf hinaus, dass Israels MilitĂ€r fĂŒr eine unbestimmte Zeit strategisch wichtige Positionen im Gazastreifen besetzen kann.Â
Netanjahu nannte in diesem Zusammenhang einen Korridor, der den Gazastreifen in der Mitte teilt und dessen Besetzung die Kontrolle der Bewegung von Personen und Waren durch das abgeriegelte KĂŒstengebiet erlauben wĂŒrde, sowie das Grenzgebiet zu Ăgypten im SĂŒden.
Hochrangige Beamte der israelischen Verhandlungsdelegation und des Sicherheitsapparates wĂŒrden davon ausgehen, so Ravid, dass die Hamas diese Bedingungen nicht akzeptieren werde. In der Folge wĂŒrde dies zu einer Krise der Verhandlungen fĂŒhren. Auslöser des Gaza-Kriegs war das beispiellose Massaker mit mehr als 1200 Toten, das Terroristen der Hamas und anderer Gruppen am 7. Oktober vergangenen Jahres in Israel verĂŒbt hatten.


