US-Wahlbewerber, Kennedy

US-Wahlbewerber Kennedy irritiert mit BĂ€ren-Geschichte

05.08.2024 - 22:44:57

Robert F. Kennedy will ins Weiße Haus. Doch eine bizarre Geschichte ĂŒber den US-PrĂ€sidentschaftskandidaten fĂŒhrt in den New Yorker Central Park.

Der parteilose amerikanische PrĂ€sidentschaftsbewerber Robert F. Kennedy sorgt mit einer bizarren Geschichte ĂŒber eine im New Yorker Central Park entsorgte BĂ€renleiche fĂŒr Irritationen. Auf seinem Konto auf der Plattform X veröffentlichte der Spross der prominenten US-Familie ein Video, in dem er einer Gruppe Umstehender erzĂ€hlt, wie er einst ein totgefahrenes BĂ€renjunges im Norden der Metropole in sein Auto geladen und spĂ€ter im berĂŒhmten Park in Manhattan zurĂŒckgelassen habe.

Was sich verrĂŒckt anhört, scheint tatsĂ€chlich passiert zu sein: Vor zehn Jahren schrieben zahlreiche US-Medien von einem unter mysteriösen UmstĂ€nden gefundenen jungen SchwarzbĂ€r im Central Park. Nun bekennt sich der umstrittene PrĂ€sidentschaftskandidat Kennedy - Neffe des frĂŒheren PrĂ€sidenten John F. Kennedy - zu dem Vorfall. In dem Video erklĂ€rt er, er habe dem BĂ€ren eigentlich das Fell abziehen und das Fleisch in seinem KĂŒhlschrank aufbewahren wollen.

Toter BĂ€r im Central Park: «Großartige Idee»?

Doch als er in der Millionenmetropole mit einem Abendessen in einem Restaurant fertig gewesen sei, habe er nicht genug Zeit gehabt: «Ich musste zum Flughafen, und der BĂ€r war in meinem Auto, und ich wollte den BĂ€ren nicht im Auto lassen, denn das wĂ€re schlimm gewesen», erklĂ€rte Kennedy im Video. Zusammen mit den ihn begleitenden Personen habe er entschieden, das Tier im Central Park abzuladen und es so aussehen zu lassen, als hĂ€tte es ein Fahrrad getötet. «Alle dachten, das sei eine großartige Idee.» Der 70-JĂ€hrige rĂ€umte ein, die Leute um ihn herum seien alkoholisiert gewesen - er aber nicht. 

Kennedy, dem bei der Wahl am 5. November keine reelle Chance eingerÀumt wird, reagierte mit dem Video offensichtlich auf eine Recherche des Magazins «New Yorker», das ihn wegen der BÀren-Geschichte kontaktiert hatte. Der «New Yorker» schaltete kurz darauf tatsÀchlich einen Artikel frei, in dem der Vorfall geschildert wird. Zudem ist dort auch ein Foto veröffentlicht, in dem Kennedy scheinbar seine Hand in das Maul des toten BÀren steckt.

Nicht die erste haarstrÀubende Geschichte

Zuletzt war Kennedy in die Schlagzeilen geraten, weil er einem Zeitungsbericht zufolge davon ausgeht, dass ein Parasit in seinem Gehirn vor einigen Jahren fĂŒr GedĂ€chtnisverlust verantwortlich war. Ein Doktor habe ihm gesagt, dass ein dunkler Fleck in seinem Gehirn auf einen Wurm zurĂŒckgehe, «der in mein Gehirn eingedrungen war, einen Teil davon gefressen hatte und dann starb», zitierte die «New York Times» aus einer eidesstattlichen Aussage aus dem Jahr 2012. 

Kennedy war jahrzehntelang Demokrat, entfernte sich in den vergangenen Jahren jedoch zunehmend von der Partei und sagte sich im Oktober 2023 ganz von ihr los, als er seine PrĂ€sidentschaftsbewerbung als Parteiloser verkĂŒndete. In der jĂŒngeren Vergangenheit wurde der erklĂ€rte Impfgegner von Demokraten und Mitgliedern seiner Familie wegen der Verbreitung von Verschwörungsmythen und des Kontakts zu rechtsextremen Politikern hĂ€ufig kritisiert.

Angesichts der jĂŒngsten Geschichte Kennedys beschrieb der «New Yorker» auch dessen Reaktion auf das Foto, auf dem er mit dem toten BĂ€ren posierte. «Vielleicht habe ich mir so meinen Gehirnwurm eingefangen», sagte er dem Magazin. 

@ dpa.de