Viele junge Leute sind pro-europÀisch
05.06.2024 - 05:22:36Junge Menschen in Deutschland - und insgesamt in Europa - stehen einer Umfrage zufolge der EuropĂ€ischen Union mehrheitlich positiv gegenĂŒber. Zugleich sagen allerdings unter den befragten 16- bis 25-JĂ€hrigen EU-weit lediglich 59 Prozent und deutschlandweit nur 57 Prozent, dass sie am 9. Juni bei der Wahl des EuropĂ€ischen Parlaments ihre Stimme abgeben wollen.
Das geht aus der reprĂ€sentativen Umfrage «eupinions» hervor, deren Ergebnisse die Bertelsmann Stiftung vorstellte. FĂŒr die Erhebung waren Mitte MĂ€rz in allen EU-LĂ€ndern 13.241 Personen zwischen 16 und 69 Jahren befragt worden. Dabei zeigte sich im Altersgruppenvergleich: Unter den 26- bis 69-JĂ€hrigen fiel die Zahl derer, die zur Wahl gehen wollen, mit 65 Prozent EU-weit und 62 Prozent deutschlandweit höher aus als bei den jungen Befragten bis 25 Jahre.
In Deutschland hatten 1837 Personen an «eupinions» teilgenommen. Hier sagten 67 Prozent der 16- bis 25-JĂ€hrigen bundesweit, dass sie zufrieden seien «mit der Art und Weise, wie die Demokratie in der EuropĂ€ischen Union funktioniert». Beim Blick auf die Themen zeigte sich, dass besonders viele junge Leute (59 Prozent) hierzulande die Sicherung des Friedens fĂŒr eine wichtige EU-Zukunftsaufgabe halten. Deutlich hĂ€ufiger als in der Ă€lteren Gruppe sagten die bis 25-JĂ€hrigen, die EU solle sich in den kommenden Jahren darauf konzentrieren, BĂŒrgerrechte zu schĂŒtzen (50 Prozent) und den Klimawandel zu bekĂ€mpfen (42 Prozent).
Die Studie ergab nach EinschĂ€tzung der Stiftung zudem: «Junge Menschen sind grundsĂ€tzlich pro-europĂ€ischer.» Denn: FĂŒr den hypothetischen Fall, dass es eine Volksabstimmung zum Verbleib Deutschlands in der EU gĂ€be, wĂŒrden deutschlandweit mehr als drei Viertel der jungen Leute (78 Prozent) fĂŒr einen Verbleib stimmen - in der Ă€lteren Gruppe sagten das hingegen lediglich zwei Drittel der Befragten. Auch in Deutschland dĂŒrfen erstmals bereits 16- und 17-JĂ€hrige an der EU-Wahl teilnehmen. Insgesamt gibt es rund fĂŒnf Millionen ErstwĂ€hlerinnen und ErstwĂ€hler bundesweit.


