Ukraine, Russland

Dutzende Ortschaften im Gebiet Odessa ohne Strom

11.10.2025 - 12:15:13

Russischen Drohnenangriffe setzen dem Gebiet Odessa seit Jahren zu. Nun gibt es erneut massive SchÀden an der Energieinfrastruktur. Zugleich greift die Ukraine auch weiter Russland an.

Nach massiven russischen Drohnenangriffen sind im sĂŒdukrainischen Gebiet Odessa am Schwarzen Meer laut Behörden Dutzende Ortschaften ohne Strom. Es gebe SchĂ€den an der Energieinfrastruktur in Odessa und im gleichnamigen Gebiet, teilten der Zivilschutz und die Staatsanwaltschaft mit. 

In Odessa seien Feuer in einer Energieanlage und in einem dreistöckigen GebĂ€ude eines Hotel- und Restaurantkomplexes ausgebrochen. Laut Zivilschutz wurde eine Frau verletzt, zwei Menschen seien gerettet worden. 44 Ortschaften im Gebiet Odessa seien nach den Attacken ohne Strom, hieß es.

Die ukrainische Regierung wirft Russland vor, mit den gezielten Angriffen auf die Energieinfrastruktur das Land im Herbst in Dunkel und KĂ€lte stĂŒrzen zu wollen, um Panik in der Bevölkerung auszulösen und die Lage zu destabilisieren. Moskau will mit den Angriffen auch den Druck auf die FĂŒhrung in Kiew erhöhen, sich auf eine Friedensvereinbarung nach russischem Diktat einzulassen. Die Ukraine lehnt eine Kapitulation ab.

Ukraine verĂŒbt GegenschlĂ€ge gegen Russland

In ihrem Abwehrkampf gegen die russische Invasion griff die Ukraine erneut Ziele in Russland an. Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete den Abschuss von 42 ukrainischen Drohnen in der Nacht zum Samstag, die meisten davon im Gebiet Wolgograd.

In der Stadt Wolgograd (frĂŒher Stalingrad) krachten Teile einer abgeschossenen Drohne in WohnhĂ€user, in SchulgebĂ€ude und einen Kindergarten, teile Gouverneur Andrej Botscharow mit. Dort seien Scheiben zerschlagen worden. Ein Mann sei verletzt. Das Gesundheitsministerium der Region teilte mit, dass auch drei Kinder mit Stressreaktionen ins Krankenhaus gebracht worden seien.

Russland fĂŒhrt seit mehr als dreieinhalb Jahren einen zerstörerischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

@ dpa.de